Am 5. Juni 2026 wurde in Vechta ein ganz besonderes Dienstjubiläum gefeiert. Professorin Dr. Margit Stein, eine herausragende Persönlichkeit im Bereich der Pädagogik, blickt auf 25 Jahre im Öffentlichen Dienst zurück, davon über 15 Jahre an der Hochschule Vechta. Das ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Anlass, um auf die beeindruckende Karriere dieser engagierten Akademikerin zu schauen.

Mit einem herzlichen Glückwunsch gratulierte Interimspräsident Prof. Dr. Thomas Bals der Jubilarin. Es ist nicht zu übersehen, wie viel Respekt und Wertschätzung Professorin Stein in der akademischen Gemeinschaft genießt. Ihre Reise begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Universitäten in Schleswig-Holstein und Bayern, bevor sie als Referentin im Auswärtigen Amt in Berlin und im deutschen Konsulat bei den Vereinten Nationen in New York tätig war. Ein Karriereweg, der mehr als nur den Blick über den Tellerrand hinaus zeigt!

Lehrende und Forscherin in Vechta

Im Jahr 2010 übernahm sie die Professur für Allgemeine Pädagogik in Vechta, nachdem sie zuvor als Professorin für Soziale Arbeit an einer Fachhochschule lehrte. In dieser Rolle hat Stein nicht nur Wissen vermittelt, sondern sich auch aktiv in die Selbstverwaltung der Hochschule eingebracht, unter anderem als Fachsprecherin, Gleichstellungsbeauftragte und Direktorin des Zentrums für Lehrer*innenbildung. Ihr Fachgebiet, die Allgemeine Pädagogik, beschäftigt sich intensiv mit der Persönlichkeitsentwicklung durch Erziehung, Bildung und Sozialisation. Ein Thema, das in der heutigen Zeit mehr denn je an Bedeutung gewinnt.

Aktuell liegt ihr Fokus auf Kinder- und Jugendrechten. Besonders wichtig sind ihr das Recht auf Beteiligung und die Thematik der Radikalisierung im Jugendalter. Eine Studie zu religiös begründeten Konflikten und Radikalisierungen, die unter ihrer Federführung entstand, erregte deutschlandweit Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse dieser Forschung sind nicht nur akademisch wertvoll, sondern tragen auch zur gesellschaftlichen Diskussion bei.

Engagement für eine bessere Zukunft

Doch das Engagement von Professorin Stein geht weit über die akademischen Grenzen hinaus. Sie fordert eine verstärkte Unterstützung für pädagogische Fachkräfte durch systematische Aus- und Weiterbildung sowie interkulturelle Verständigung. Aktuell arbeitet sie an Projekten wie „AuGe – Aufbau von Gestaltungskompetenzen im Kontext der Prävention religiös bedingter Konflikte und Radikalisierungen“. Hier wird deutlich, wie wichtig ihr die praktische Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse ist.

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Zusätzlich hat sie sich für den Aufbau einer inklusiven, gewaltfreien Schule in Mwanza, Tansania, engagiert. Das zeigt, dass Bildung und Erziehung keine Grenzen kennen sollten. In all dem steckt der Gedanke, dass jeder Mensch ein Recht auf eine friedliche und respektvolle Lernumgebung hat. Auch im Arbeitskreis Shalom, der sich für Menschenrechte einsetzt, war sie aktiv. Es sind solche Initiativen, die Hoffnung geben und zeigen, dass Veränderung möglich ist.

Der Öffentliche Dienst in Deutschland

Professorin Steins Laufbahn ist ein leuchtendes Beispiel für die Vielfalt und Bedeutung des Öffentlichen Dienstes in Deutschland. Dieser umfasst nicht nur akademische Berufe, sondern auch zahlreiche Tätigkeiten in Bereichen wie Schulen, Kindertagesstätten und staatlichen Einrichtungen. Mit rund 5,38 Millionen Menschen, die zum 30. Juni 2024 im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, stellt dieser Sektor einen wesentlichen Teil der Gesellschaft dar.

Die Entwicklungen im öffentlichen Dienst sind bemerkenswert: Ein Anstieg der Beschäftigten um 1,8 % im Vergleich zu 2023 zeigt, dass die Bedeutung öffentlicher Institutionen weiterhin wächst. Beamte, Arbeitnehmer und andere Beschäftigte sind Teil eines Systems, das seit 1920 stetig reformiert wurde. Die Herausforderungen, vor denen der öffentliche Dienst steht, sind vielfältig, und es bedarf engagierter Menschen wie Professorin Stein, um diese anzugehen.

So lässt sich Professorin Dr. Margit Stein als eine Brücke zwischen Wissenschaft und praktischer Anwendung sehen. Ihr Einsatz für Bildung, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte ist nicht nur bewundernswert, sondern auch dringend erforderlich in einer Zeit, in der die Gesellschaft vor vielen Herausforderungen steht. Wir dürfen gespannt sein, welche Impulse sie in den kommenden Jahren setzen wird!