Am Sonntag um 18:30 Uhr wird es ernst für Alba Berlin. Im ersten Viertelfinale der BBL geht es gegen Rasta Vechta, ein Team, das in den letzten Wochen ordentlich Aufwind hatte. Sieben Siege aus neun Spielen – das ist eine Ansage! Alba-Coach Pedro Calles, der mit einer 15 Spiele umfassenden Niederlagenserie in den Playoffs kämpft, hat viel zu verlieren. Schließlich hat er seit sieben Jahren kein Playoff-Spiel gewonnen und möchte diese Horror-Serie endlich beenden. Seine Spieler, allen voran Martin Hermannsson, sehen Alba zwar als Favoriten, wissen aber um die Stärke ihres Gegners.
Die Berliner träumen von einer Finalteilnahme, nachdem sie im Vorjahr gegen Ulm im Viertelfinale gescheitert sind. Hermannsson bezeichnet das aktuelle Team als das stärkste, mit dem Calles je in die Playoffs gegangen ist. Das klingt vielversprechend. Aber Vechta ist gewarnt, hat sich doch das Team von einem Abstiegskandidaten zu einem ernstzunehmenden Playoff-Anwärter gewandelt. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass sie in der Rückrunde eine echte Macht geworden sind.
Die Stärken der Gegner
Die Offensive von Vechta kann sich sehen lassen. Spieler wie Alonzo Verge Jr. – der zweitbeste Scorer und Passgeber der Liga – wird zusammen mit seinen Kollegen TJ Bamba und Tevin Brown versuchen, die Berliner Verteidigung in Bedrängnis zu bringen. Calles selbst hebt hervor, dass Vechta ein Team mit vielen offensiv gefährlichen Spielern ist. Und das stimmt, denn in einem Spiel gegen Ludwigsburg erzielten sie beeindruckende 121 Punkte. Es bleibt abzuwarten, ob Alba die nötige Defensive auf den Platz bringen kann, um diesem Sturm standzuhalten.
Auf der anderen Seite müssen die Berliner auf ihre Stärken setzen. Calles hat betont, dass die effektive Eins-gegen-Eins-Verteidigung entscheidend sein wird. Die letzten Spiele der Alba-Spieler zeigen, dass sie noch etwas Luft nach oben haben. Ein knapper Sieg gegen die Niners Chemnitz und eine Niederlage gegen Bayern München sind nicht gerade die besten Vorzeichen. Doch das Team hat auch einen klaren Sieg gegen Science City Jena gefeiert. Die Mischung aus Erfahrung und frischem Wind könnte den Unterschied ausmachen.
Die kommenden Spiele im Blick
Das Playoff-Programm für Alba Berlin sieht folgendermaßen aus: Nach dem ersten Spiel am Sonntag, 17. Mai, folgt am Dienstag das zweite Spiel ebenfalls in der Uber Arena. Ein drittes Spiel wäre am Freitag, 22. Mai, im RASTA Dome in Vechta fällig. Und falls nötig, würde die Serie dann am 24. Mai und 27. Mai fortgesetzt. Es ist also alles angerichtet für eine spannende und nervenaufreibende Playoff-Serie.
Die Bilanz spricht für Alba: 14 Siege, nur 2 Niederlagen gegen Vechta, in Berlin sogar 8:0. Doch die Vergangenheit zählt nicht, wenn der Ball rund ist und die Emotionen hochkochen. Vechta wird alles daran setzen, den Berliner Favoriten zu überraschen. Die Fans in der Uber Arena dürfen sich also auf ein echtes Basketball-Feuerwerk freuen!