Das ikonische Schloss Marienburg in Niedersachsen hat in den letzten Monaten für viel Aufregung gesorgt. Nach längerer Zeit der Schließung aufgrund dringend notwendiger Sanierungsarbeiten, die der Erhaltung der historischen Bausubstanz dienen, gibt es nun Licht am Ende des Tunnels. Die Stiftung Marienburg hat angekündigt, dass das Schloss zum Sommer hin wieder für Besucher öffnen soll. Details zu den Öffnungszeiten und Angeboten sind zwar noch nicht bekannt, doch das Interesse ist bereits jetzt enorm.

Besonders durch die Amazon-Serie „Maxton Hall“, in der das Schloss als eindrucksvoller Drehort für eine Eliteschule dient, hat die Popularität des Bauwerks stark zugenommen. Im Advent war der Andrang so groß, dass eine geplante Sondereröffnung abgesagt werden musste, was die hohe Nachfrage eindrucksvoll unter Beweis stellte. Bei einer Eröffnung am vergangenen Wochenende strömten anstatt der erwarteten 400 Besucher über 6.000 Interessierte zum Schloss.

Sanierungsarbeiten und Sicherheitsbedenken

Die Stiftung Schloss Marienburg musste jedoch auch die Öffnungen für die kommenden Wochenenden absagen. Der Grund: Die Sicherheitslage. Aufgrund der zu erwartenden Besucherzahlen wäre der Ansturm nicht zu bewältigen gewesen, was aus Sicherheitsgründen für die Besucher sowie die Einrichtung unerlässlich war. Bei den letzten Öffnungen kam es aufgrund der hohen Besucherzahl zu einer Überlastung der Gegebenheiten, und die Stiftung war gezwungen, die Sicherheit aller Personen im Schloss zu gewährleisten.

Das neugotische Baudenkmal ist nicht nur eine beliebte Filmkulisse, sondern benötigt auch über Jahre hinweg Sanierungsarbeiten, um die Einsturzgefahr zu bannen. Während die Öffentlichkeit derzeit noch nicht ins Schloss darf, ist eine Filmcrew unter Auflagen in der Lage, das Gebäude zu betreten. Diese Diskrepanz sorgt bei manchen ehemaligen Schlossführern, wie Carmen Holst-Hillmer, für Unverständnis.

Ein neuer Kurs für die Stiftung

Um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern, hat die Stiftung Schloss Marienburg einen neuen Vorstand berufen. Dr. Mario Mathias Ohle, ein erfahrener Rechtsanwalt mit umfangreicher Erfahrung in der Leitung von Großprojekten im öffentlichen Sektor, wird die Geschicke der Stiftung leiten. Sein Lehrauftrag an der Universität Oldenburg und seine Rolle als Berater der Bundesregierung werden ihm sicherlich von Nutzen sein. Der Stiftungsratsvorsitzende Ernst August Erbprinz von Hannover äußerte sich erfreut über die Berufung und die neuen Perspektiven, die Dr. Ohle mitbringt.

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Die Stiftung plant, die Erfahrungen aus der vergangenen Saison zu nutzen und Konzepte zu entwickeln, die es möglichst vielen Interessierten ermöglichen, das Schloss zu besuchen, sobald die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung ist groß, und viele hoffen, dass das „Neuschwanstein des Nordens“ bald wieder erstrahlen kann.