In einer Welt, die immer unsicherer wird, ist es für Unternehmen wichtiger denn je, sich auf Krisenszenarien vorzubereiten. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) hat das erkannt und veranstaltet am Donnerstag, den 8. Mai, von 11 bis 12.30 Uhr ein kostenfreies Online-Event mit dem Titel „Resilient wirtschaften in Krisenzeiten“. Diese Veranstaltung richtet sich an Unternehmen, die sich mit den Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, Blackouts oder Naturkatastrophen auseinandersetzen müssen.
In einer Zeit, in der wir oft mit unvorhergesehenen Ereignissen konfrontiert sind, bietet die IHKLW eine Plattform, um Unternehmen ein besseres Verständnis für die staatlichen Reaktionen in Krisen, relevante Informationswege und die Anforderungen im Krisenfall zu vermitteln. Der Zugang zu diesem informativen Austausch erfolgt über Zoom, und die nötigen Zugangsdaten werden nach Anmeldung unter www.ihklw-events.de/krisenresilienz bereitgestellt.
Krisenmanagement im Fokus
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Impulse für den Mittelstand“ und thematisiert das „Forum resiliente Wirtschaft“. Johannes Knauf, der Leiter der IHKLW-Geschäftsstelle Celle, hebt die Wichtigkeit hervor, Risiken systematisch zu betrachten und sich organisatorisch auf Ausnahmesituationen vorzubereiten. Der erste Teil der Veranstaltung wird sich mit den staatlichen Strukturen und Rahmenbedingungen im Krisenfall beschäftigen, einschließlich des Operationsplans Deutschland. Dieser Operationsplan beschreibt die Zusammenarbeit von militärischen und zivilen Stellen im Ernstfall und ist damit ein zentraler Bestandteil der Krisenbewältigung.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wird die betriebliche Perspektive behandelt. Hier geht es um die Auswirkungen von Krisen auf Unternehmen sowie um die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Prozesse, Organisation und Infrastruktur. Teilnehmende erhalten wichtige Impulse zu Business Continuity Management, Risikoanalyse und Notfallplanung, die besonders für kleine und mittlere Unternehmen von Bedeutung sind. Impulsgeber sind Dr. Hans Walter Borries von Firmitas und Volker Petersen, ein selbstständiger Managementberater und Vertreter des Bundesverbands für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e. V. (BSKI).
Business Continuity Management als Schlüssel
Das Thema Business Continuity Management (BCM) ist in diesem Kontext besonders relevant. Angesichts zunehmender regulatorischer Anforderungen, geopolitischer Unsicherheiten und der Abhängigkeit von globalen Lieferketten gewinnt BCM an Bedeutung für Unternehmen. Es ist der Schlüssel zur Risikovorsorge und hilft, auf Krisensituationen wie Cyberangriffe, Naturkatastrophen oder IT-Ausfälle gut vorbereitet zu sein.
Ein ganzheitliches BCM sichert kritische Geschäftsprozesse auch in unvorhergesehenen Situationen ab. Ziel ist es, geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen und Business Continuity Pläne zu entwickeln, um Ausfallzeiten zu minimieren. Dabei ist zu beachten, dass unzureichend implementiertes oder getestetes BCM zu operativen, finanziellen und rechtlichen Konsequenzen führen kann. Daher sollte BCM als integraler Bestandteil der Unternehmensstruktur und -führung betrachtet werden.
Die frühzeitige Einbindung von spezialisierten Beratern kann helfen, Schwachstellen im BCM zu identifizieren und regulatorische Anforderungen umzusetzen. Wichtige Schritte zur Ausgestaltung eines wirksamen BCM-Systems umfassen die Identifikation geschäftskritischer Prozesse durch Business Impact Analyse, die Bestimmung von Recovery-Zeiten sowie die Erstellung und regelmäßige Aktualisierung von Notfall- und Wiederanlaufplänen.
In unsicheren Zeiten ist es also von entscheidender Bedeutung, die eigene Resilienz zu stärken und sich auf Krisen vorzubereiten. Mit dem bevorstehenden Online-Event bietet die IHKLW eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Experten auszutauschen und die eigene Krisenbewältigung zu optimieren. Nutzen Sie die Chance, um Ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen!