Heute ist der 29.04.2026, und in Lüneburg stehen die Zeichen auf Veränderung. Ab Freitag, dem 1. Mai 2026, beginnt die Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover. Ziel dieses Sanierungsprojekts, das bis zum 10. Juli 2026 dauern wird, ist die umfassende Erneuerung von Gleisen, Weichen, Brücken und Oberleitungen. Dies soll nicht nur die Zuverlässigkeit der Strecke verbessern, sondern auch die Vorbereitungen für die Generalsanierung 2029 ermöglichen.
Leider bedeutet das für die Reisenden, dass die Schienenverbindungen ab Lüneburg in Richtung Hannover und Lübeck vorübergehend unterbrochen sind. Auch die Strecke zwischen Lüneburg und Dannenberg wird bis zum 13. Juni 2026 nicht bedient. Für Pendler und Reisende, die auf diese Verbindungen angewiesen sind, wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet, der von der Niedersächsischen Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH organisiert wird.
Details zum Schienenersatzverkehr
Die SEV-Busse werden am südlichen Teil des ZOB, gegenüber von Gleis 1, halten. Dieser Bereich ist deutlich mit „Schienenersatzverkehr“ ausgeschildert, und es können bis zu zwei Gelenkbusse hintereinander anhalten. Während der Bauarbeiten stehen die Mitarbeiter der Bahngesellschaft Metronom am ZOB und in der Mobilitätszentrale für Fragen rund um den SEV zur Verfügung. Die Regionalbus Braunschweig GmbH, eine Tochter der DB Regio AG, wird die SEV-Busse bedienen, während EcoVista für den SEV des Erixx zuständig ist.
Für die Taxen wird am ZOB ein Wartebereich gegenüber der westlichen ZOB-Seite eingerichtet, der bis zum 10. Juli 2026 für wartende SEV-Busse vorgesehen ist. Taxen können während dieser Zeit in der „Kiss-and-Ride-Zone“ auf der nördlichen Seite zur Bleckeder Landstraße stehen. Der Landkreis Lüneburg und die Hansestadt bitten um Verständnis für die veränderten Abläufe, die mit diesen notwendigen Maßnahmen einhergehen.
Fahrpläne und wichtige Hinweise
Die meisten Nahverkehrszüge können während der Bauarbeiten nicht fahren, und die Linie RB32 (Lüneburg – Dannenberg Ost) wird bis zum 13. Juni ausfallen. Hier kommen Busse, teilweise Expressbusse, zum Einsatz. Die Linie RE 83 kann nicht bis Lüneburg verkehren, und die Durchgehenden Nahverkehrszüge zwischen Hannover und Lüneburg fallen vom 1. Mai bis 10. Juli aus. Ab dem 14. Juni 2026 wird es einen Bus-Ersatzverkehr für die Linien RE 2 und RE 3 geben.
Besonders für Reisende, die zwischen Lüneburg und Hamburg pendeln, gibt es eine RE-Linie im Stundentakt mit Halten in Bardowick, Radbruch, Winsen und Harburg. Auch im Berufsverkehr wird das Angebot durch zusätzliche Verstärkerzüge zwischen Lüneburg und Hamburg ergänzt. Während der Bauarbeiten verlängern sich die Fahrzeiten erheblich, sodass der Weg von Lüneburg nach Hannover statt der üblichen 1:40 Stunden nun etwa 2:45 Stunden in Anspruch nehmen kann.
Bitte beachten Sie, dass Fahrräder in den Ersatzbussen nicht mitgenommen werden können; Klapp- und Falträder sowie E-Scooter gelten jedoch als Gepäckstücke. Für die Mitfahrer stehen barrierefreie Niederflurbusse mit Rampe und Rollstuhlbereich zur Verfügung, wobei eine Mitfahrt ohne Anmeldung möglich ist. Tickets für die SEV-Busse müssen vorab erworben werden, da im Bus kein Ticketverkauf stattfindet.
Mit diesen umfassenden Informationen sind alle Reisenden gut gerüstet für die kommenden Veränderungen im Bahnverkehr. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen eine gute Reise während dieser Übergangszeit.