Heute ist der 1.06.2026 und in Niedersachsen tut sich einiges im Schulwesen. Die Künstliche Intelligenz (KI) hat längst Einzug in den Unterricht gehalten und verändert den Schulalltag nachhaltig. Laut einer Umfrage des NDR, die mehr als 500 Lehrkräfte und über 100 Schulleitungen befragte, nutzen bereits rund 85 Prozent der Lehrkräfte KI aktiv in ihrem Berufsalltag. Die häufigsten Einsatzbereiche sind Textarbeit, Recherche und natürlich die Unterrichtsvorbereitung. Wenn man bedenkt, wie oft Lehrer Elternbriefe formatieren oder Aufgabenformate sowie Erwartungshorizonte erstellen müssen, wird klar, dass KI hier eine echte Entlastung darstellen kann.

Ein konkretes Beispiel? Die Unterstützung bei der Erstellung von Arbeitsblättern – das spart Zeit und Nerven. Doch nicht alle Lehrkräfte sind begeistert. Einige äußern Bedenken hinsichtlich der Grenzen von KI, besonders wenn es um die Anpassung an spezielle Lerngruppen geht. So wichtig menschliche und zwischenmenschliche Komponenten in der Lehre sind! Auch das Vertrauen in die von KI generierten Inhalte ist nicht immer gegeben. Da kommen Fragen auf: Wie sicher kann man sich sein, dass die Informationen korrekt sind? Und was ist mit dem praktischen Nutzen? Ein weiteres Problem ist die Erkennung von KI-Nutzung bei Schülern. Der Vergleich von Texten mit bekannten Leistungen ist zwar eine Methode, aber auch ziemlich heikel.

Kritische Stimmen und technische Hürden

Die Umfrage hat außerdem ergeben, dass über die Hälfte der Teilnehmer von unzureichendem Internet an Schulen berichten. Ein echtes Manko, wenn man bedenkt, wie stark die Digitalisierung voranschreitet. Auf der einen Seite sehen viele Lehrkräfte KI als Entlastung, auf der anderen gibt es jedoch Sorgen über eine mögliche Überforderung. Da fragt man sich, wie unberechenbar der Alltag als Lehrkraft werden kann – besonders wenn man bedenkt, wie Schüler mit KI umgehen. Eine Schule in Hannover hat bereits ein Konzept entwickelt, das KI als Ergänzung im Unterricht nutzt, und es bleibt abzuwarten, wie sich das bewähren wird.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen: Der neue KI-Chatbot AIS.chat, der ab sofort in Niedersachsen für Lehrkräfte verfügbar ist, könnte eine echte Bereicherung sein. Datenschutzkonform und schuloptimiert, kann er im Deutschunterricht als Schreib-Coach eingesetzt werden. Die Kultusministerin Julia Willie Hamburg hat betont, wie wichtig es ist, Schülerinnen und Schüler auf einen KI-geprägten Alltag vorzubereiten. Das wird nicht nur für den Unterricht entscheidend sein, sondern auch für den Umgang mit sozialen Medien und der Informationssuche.

Das Potential von KI im Bildungsbereich

Der AIS.chat ist nicht nur ein weiteres Tool – er ist Teil des länderübergreifenden Projekts AIS (Adaptives Intelligentes System), das durch das FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht) umgesetzt wird. In Niedersachsen stehen für AIS.chat* verschiedene Sprachmodelle zur Verfügung, darunter GPT-5 und Llama-3.3-70B. Die ersten Praxiserfahrungen zeigen, dass es hier Potenzial gibt, und die kontinuierliche Optimierung als Open-Source-Lösung ab 2024 könnte die Zukunft des Lernens bereichern.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat zudem den Einsatz von KI in der Hochschulbildung gefördert. In einer Zeit, in der Informationskompetenz immer wichtiger wird, sind KI-basierte Werkzeuge wie Suchmaschinen und Sprachassistenten unerlässlich. Die Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ unterstützt Projekte, die den kompetenten Umgang mit KI stärken sollen. Und das ist dringend nötig, denn KI wird auch in der Sozialen Arbeit relevant, beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe.

So, während in den Klassenzimmern Niedersachsens die ersten Schritte in eine KI-gesteuerte Zukunft gemacht werden, bleibt abzuwarten, wie sich die Lehr- und Lernmethoden weiterentwickeln. Eines steht fest: Künstliche Intelligenz wird nicht nur die Art und Weise, wie wir lernen, sondern auch, wie wir lehren, grundlegend verändern. Und das ist, ehrlich gesagt, eine spannende, aber auch herausfordernde Reise!