In Hannover steht ein ganz besonderes Event auf dem Programm: Eine Lesung mit dem gefeierten Autor Ewald Arenz. Der 28. Mai 2026 wird ein Datum, das Literaturfans nicht verpassen sollten. Arenz, bekannt für seine preisgekrönten Werke wie „Alte Sorten“ und „Der große Sommer“, wird Passagen aus seinem neuesten Buch „Zwei Leben“ präsentieren. Die Vorfreude ist groß, und die Stühle werden schnell belegt sein, also schnell Tickets sichern!
Eine ganz besondere Geschichte, die Arenz in seinem Werk erzählt, ist die von Anton, einem 60-jährigen Stepptänzer. Anton hat in seinem Leben viel erlebt. Die Zeit mag ihn langsamer gemacht haben, doch sein Tanz ist geprägt von Erfahrung und Ausdruck. Doch als seine Tochter Emma als Choreografin engagiert wird – und damit eine Absage an seine eigene Tanzkarriere signalisiert –, bricht ein innerer Konflikt auf. Anton wird von Wut, Trauer und der schmerzlichen Erinnerung an seine große Liebe Jo übermannt, die spurlos verschwunden ist. Um Antworten zu finden, machen sich die beiden auf eine Reise nach Irland. Dort wird nicht nur die Beziehung zwischen Vater und Tochter auf die Probe gestellt, sondern auch die Frage aufgeworfen: Lebt man sein Leben wirklich richtig?
Ein Tanz mit der Vergangenheit
Steppen tanzen, oder wie man in der Fachsprache sagt: Steptanz, ist nicht nur eine Form der Bewegung, sondern auch eine Kunst, die Rhythmus und Ausdruck miteinander verbindet. Anton, der Protagonist von Arenz‘ Geschichte, ist ein Teil dieser faszinierenden Welt. Die charakteristischen Tap-Schuhe, die bei jedem Schritt ein klingendes Echo hinterlassen, sind mehr als nur ein Hilfsmittel – sie sind ein Teil seiner Identität.
Die Wurzeln des Stepptanzes reichen bis in die Geschichte Irlands zurück, vermischen sich mit afrikanisch-amerikanischer Percussion und europäischen Elementen. In den USA wurde dieser Stil im Vaudeville und in Broadway-Musicals zu einer eigenständigen Kunstform. Tänzer wie Bill Robinson oder Gregory Hines haben das Publikum mit ihrem Können begeistert und die Bühne zum Leben erweckt. Und auch in Deutschland erfreut sich der Stepp-Tanz wachsender Beliebtheit. Immer mehr Tanzschulen bieten Kurse an, und die Community wächst rasant.
Ein Aufeinandertreffen der Generationen
Die Beziehung zwischen Anton und Emma spiegelt einen Generationenkonflikt wider, der viele von uns anspricht. Während Anton in der Vergangenheit verhaftet bleibt und um seine verlorenen Träume trauert, sucht Emma ihren eigenen Weg, frei von den Erwartungen ihres Vaters. Diese Dynamik wird durch die Reise nach Irland noch verstärkt – ein Ort, der nicht nur für Anton Erinnerungen birgt, sondern auch für Emma eine Chance darstellt, ihre eigene Identität zu finden. Alte Konflikte brechen auf, und die Frage nach der eigenen Lebensführung drängt sich in den Vordergrund.
Steppen tanzen ist mehr als nur eine Körperbewegung; es ist eine Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, die in Worten oft nicht zu fassen sind. Es verbindet Menschen, fördert Koordination und Rhythmusgefühl, und bietet einen kreativen Raum, um die eigene Persönlichkeit zu entfalten. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, die Faszination für diesen Tanzstil bleibt ungebrochen. Und so wird Anton, mit jedem Schritt, den er macht, nicht nur die Bühne erobern, sondern auch sein Leben neu denken.
Tickets für die Lesung mit Ewald Arenz in Hannover können ganz unkompliziert per E-Mail oder telefonisch bestellt werden. Ein Abend voller Geschichten, Tanz und Emotionen erwartet die Besucher – das darf man sich nicht entgehen lassen!