Göttingen blüht im Zeichen des Gamings! Das dritte Gaming-Festival „Play Forward“ hat die Stadt fest im Griff und zieht die Aufmerksamkeit von Jung und Alt auf sich. Bis zum 10. Mai können Besucher in die bunte Welt der digitalen Spiele eintauchen. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt war gleich mittendrin und setzte sich eine VR-Brille auf, um virtuell einen Brand zu löschen. Das ganze Spektakel fand in Anwesenheit von Jens Düvel, dem Chef der GWG, statt. Wer hätte gedacht, dass man mit einer Brille im Wohnzimmer Feuerwehrmann spielen kann? Das zeigt, wie spannend und innovativ die Welt der Videospiele ist.
Immer mehr Menschen in Deutschland finden ihren Weg in die Gaming-Welt. Umfragen belegen, dass jeder zweite Deutsche mindestens einmal täglich zu Video- und Computerspielen greift. Christoph Kohlhaas, Innovationsmanager Games & Esport bei KölnBusiness, war ebenfalls vor Ort und hielt einen Vortrag über die boomende Branche. Es ist kaum zu fassen, aber der Umsatz der Gaming-Industrie hat sogar den der Filmindustrie überholt! Deutschland ist also nicht nur ein Land der Dichter und Denker, sondern auch ein Hotspot für Gamer!
Ein Blick auf die Zahlen
Beindruckend ist, dass der Gaming-Markt in Deutschland eine wahre Milliarden-Industrie darstellt. Im Jahr 2024 lag der Umsatz bei rund 9,4 Milliarden Euro. Ein Großteil dieses Betrags wird durch Zusatzinhalte für Spiele generiert. Das Geschäftsmodell „Free-to-play“ hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen, auch wenn die Umsätze aus In-App- und In-Game-Käufen 2024 um 3,4 Prozent gesunken sind. Aber das hält die Branche nicht auf! Immerhin besitzen etwa 28,9 Prozent der Haushalte in Deutschland eine Spielkonsole, und rund 20,8 Millionen Menschen zocken auf diesen Geräten. Da kann man schon mal den Überblick verlieren!
Das Festival in Göttingen bietet nicht nur Vorträge, sondern auch zahlreiche Workshops an. Hier können Interessierte, egal ob Anfänger oder Profi, tiefer in die Materie eintauchen. Kohlhaas lobte das Engagement der Stadt und bezeichnete Göttingen als fortschrittlich im Vergleich zu anderen Kommunen. Und das ist kein kleines Lob! Während in Köln die größte Messe für Video- und Computerspiele, die Gamescom, stattfindet und ein Jugendzentrum Digital die Medienlandschaft fördert, macht Göttingen ebenfalls ernst mit dem Thema Gaming.
Gaming ist für alle da
Der Trend zum Gaming ist unaufhaltsam. Rund 89 Prozent der 16- bis 29-Jährigen spielen regelmäßig, während bei den über 65-Jährigen immerhin 22 Prozent der Bevölkerung aktiv zocken. Sogar Kinder und Jugendliche sind nicht ausgeschlossen – etwa 10 Prozent der Computerspieler sind 9 Jahre alt oder jünger! Die Altersverteilung unter Gamern ist vielfältig: 14 Prozent sind zwischen 10 und 19 Jahre alt, und 20 Prozent sind 60 Jahre oder älter.
Das Festival bietet eine großartige Gelegenheit, die Vielfalt und die gesellschaftliche Relevanz des Gamings zu erleben. Das Programm von „Play Forward“ ist auf der Website play-forward.de zu finden. Hier wird deutlich, dass Gaming nicht nur ein Hobby ist, sondern zunehmend Teil des kulturellen Lebens in Deutschland wird. Wenn das mal nicht ein Grund zum Feiern ist!