Am Freitag, dem 8. Mai, wird es in Göttingen richtig lebhaft! Zwei Protestaktionen stehen auf dem Programm, und die Themen könnten aktueller nicht sein: Wehrpflicht und die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr. Die dritte Aktion eines „Schulstreiks gegen Wehrpflicht“ wird an diesem bedeutsamen Tag, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, durchgeführt. Ein starkes Zeichen, das aus der Vergangenheit in die Gegenwart strahlt!
Um 12 Uhr versammeln sich die Teilnehmenden am Gänselieselbrunnen in der Innenstadt. Studierende machen sich bereits um 11 Uhr am Platz der Göttinger Sieben auf den Weg dorthin. Neben der Kundgebung am Gänseliesel wird das Göttinger Aktionsbündnis „Kidical Mass“ eine Fahrraddemo um 16.30 Uhr am Neuen Rathaus organisieren. Hier wird nicht nur auf die Wehrpflicht aufmerksam gemacht, sondern auch auf die kritische Situation der Verkehrssicherheit für Kinder. Das Bündnis kritisiert den Mangel an baulich getrennten Radwegen, trotz des erfolgreichen Radentscheids. Das ist ein Punkt, den wir nicht ignorieren sollten!
Von Sternmärschen und Kundgebungen
Mehrere Sternmärsche aus verschiedenen Stadtteilen sind zwischen 11 und 12 Uhr zum Alten Rathaus angemeldet. Die Routen führen von Schulen wie der Neuen IGS, dem Felix-Klein-Gymnasium und dem Hainberg-Gymnasium. Schaut man sich die geplante Demo-Strecke an, wird einem klar, dass die Teilnehmer durch die Weender Straße, Barfüßerstraße und die Jüdenstraße ziehen – ein eindrucksvolles Bild von Solidarisierung und Protest!
Die Kundgebung am Alten Rathaus wird voraussichtlich von rund 1.000 Menschen besucht. Das zeigt, wie wichtig den Menschen die Themen sind, die sie ansprechen. Und dann gibt es noch die Fahrraddemo, die von 16.30 bis 17.30 Uhr über Hiroshimaplatz, Bürgerstraße und viele weitere Straßen der Stadt führt. Es wird ein lebendiges Bild von Menschen auf Rädern, die für ihre Anliegen eintreten!
Kinder und Verkehrssicherheit – eine große Herausforderung
Der Fokus auf die Sicherheit für Kinder ist nicht neu, aber er wird immer drängender. Ein Rechtsgutachten, das am 13. Dezember 2023 vorgestellt wurde, zeigt, dass Kommunen in Deutschland durchaus rechtliche Möglichkeiten haben, Schulstraßen einzurichten. Das Aktionsbündnis Kidical Mass, das Deutsche Kinderhilfswerk und der VCD haben diese Erkenntnisse zusammengetragen. Es ist ein Lichtblick: Straßenverkehrsrecht bietet Optionen, um Straßen für Fußgänger und Radfahrer freizugeben. Das könnte ein großer Schritt in die richtige Richtung sein!
In vielen Städten Europas, wie Wien, Paris und Gent, gibt es bereits erfolgreiche Umsetzungen von Schulstraßen. Diese Maßnahmen schränken den motorisierten Verkehr im Umfeld von Schulen ein und fördern die Sicherheit für Kinder. Hierzulande sind seit Sommer 2021 Schulstraßen-Aktionstage in vielen Städten ein Thema. So hat Köln 2023 mit Pilotprojekten an vier Schulen begonnen – ein Anfang, der Nachahmer finden sollte!
Die Stimme der Bürger ist gefragt!
Über 125.000 Menschen in Europa, davon mehr als 50.000 in Deutschland, haben sich an den Aktionswochen „Straßen sind für alle da“ beteiligt. Aktionen fanden in mehr als 550 Orten statt. Die Bewegung Kidical Mass hat diese Forderung nach kinderfreundlicheren Straßen und sicheren Schulwegen lautstark vertreten. Ein Weckruf für die Politik, die dringend handeln muss!
Die mangelhafte Infrastruktur in deutschen Städten wird von vielen Stimmen kritisiert. Laut dem Clean Cities Städteranking 2025 schneiden Städte wie Köln, Berlin und Hamburg alles andere als gut ab. Das sollte uns zu denken geben! Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen erkennen, wie wichtig sichere Schulwege für unsere Kinder sind. Die Forderungen nach einer Reform der Straßenverkehrsordnung und einer rechtlichen Verankerung von Schulstraßen sind die Themen, die auf den Tisch gehören.
Heute, am 7. Mai 2026, wird in Göttingen ein deutliches Zeichen gesetzt. Die Menschen sind bereit, sich zu engagieren und für die Rechte der Jüngsten in unserer Gesellschaft einzutreten. Lassen wir uns überraschen, wie die Politik auf diesen klaren Aufruf reagiert!