Heute ist der 9. Mai 2026 und in Göttingen wird ein Kapitel aufgeschlagen, das sowohl die Kirche als auch die Region nachhaltig prägen könnte. Dr. Claas Cordemann, ein bekanntes Gesicht in der evangelischen Landschaft, wird am 10. Mai als Regionalbischof im Sprengel Hildesheim-Göttingen eingeführt. Ein Festgottesdienst in der St.-Michaeliskirche in Hildesheim markiert diesen bedeutenden Schritt. Es wird gefeiert, und das nicht nur mit ein paar Worten, sondern mit einer ganzen Menge Herz und Gemeinschaft.

Der 53-Jährige, der in Bremen geboren wurde, hat in den letzten Jahren viel bewegt. Zuvor war Cordemann Pastor in Ellierode und Hettensen im Kirchenkreis Leine-Solling. Seine Wurzeln liegen in der Evangelischen Theologie, die er in Göttingen und Halle an der Saale studierte. 2009, ein Jahr, das für ihn entscheidend war, promovierte er an der Universität Göttingen in Systematischer Theologie und wurde in der Kirchengemeinde Ellierode-Hettensen zum Pastor ordiniert. Von 2012 bis 2015 war er als theologischer Referent von Landesbischof Ralf Meister aktiv – eine Rolle, die ihm viel Erfahrung und Einfluss verschaffte.

Ein Herz für Vielfalt

Was Cordemann besonders auszeichnet, ist seine Haltung zur Kirche und zu den Gemeinden, die er betreuen wird. Er hat keinen einheitlichen Masterplan im Kopf, sondern legt großen Wert darauf, die Stärken jeder einzelnen Gemeinde herauszuarbeiten. Dies zeigt, wie sehr er die Vielfalt im Sprengel Hildesheim-Göttingen mit seinen rund 400.000 Kirchenmitgliedern schätzt. „Die Stimme der Kirche muss in der Gesellschaft gehört werden“, betont er und zeigt damit seine Leidenschaft für eine liberale und pluralistische Vision von Kirche. Die Abgrenzung zu Populismus ist ihm ein wichtiges Anliegen – eine Haltung, die in der heutigen Zeit umso relevanter erscheint.

Abgesehen von theologischen Fragen hat Claas Cordemann auch in der Fortbildung von Theologen und Diakonen in Loccum seinen Fußabdruck hinterlassen. Seine Fähigkeiten als zertifizierter Supervisor und Coach (DGSv) kommen ihm dabei sicherlich zugute. Seine Leidenschaft für Basketball mag er irgendwann aufgegeben haben, doch die Spiele der BG Göttingen und die NBA verfolgt er nach wie vor mit Begeisterung – und das sagt viel über seine Verbundenheit zur Region aus.

Ein neuer Anfang

Seine Wahl zum Regionalbischof wurde vom Personalausschuss der Landeskirche beschlossen, was nicht nur seine Qualifikation, sondern auch das Vertrauen in seine Fähigkeiten unterstreicht. Cordemann folgt Dr. Adelheid Ruck-Schröder, die im Frühjahr zur Evangelischen Kirche von Westfalen gewechselt ist. Landesbischof Ralf Meister beschreibt ihn als leidenschaftlichen Theologen mit vielfältigen Erfahrungen – eine Beschreibung, die den Nagel auf den Kopf trifft.

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Cordemann ist verheiratet und Vater eines Sohnes, was ihm sicher auch eine besondere Perspektive auf das Leben und die Werte gibt, die er in seiner neuen Rolle vermitteln möchte. Der genaue Zeitpunkt seines Amtsantritts steht zwar noch nicht fest, doch die Vorfreude auf seine Amtseinführung ist spürbar. Man könnte sagen, ein neuer Wind weht durch die Kirche, und das ist genau das, was viele in der Region brauchen.

Die Kirchengemeinden im Sprengel Hildesheim-Göttingen dürfen sich auf spannende Zeiten freuen. Mit einem Mann wie Dr. Claas Cordemann an der Spitze könnte die Kirche in der Region nicht nur an Relevanz gewinnen, sondern auch neue Wege beschreiten. Die Herausforderungen sind groß, aber mit Leidenschaft und einem klaren Ziel vor Augen wird er sicherlich seinen Platz finden und die Menschen erreichen.