Heute ist der 14. Mai 2026, und in Göttingen stehen aufregende Zeiten an! Das Deutsche Theater Göttingen, ein Ort, der schon so viele Geschichten erzählt hat, wird sich bald verändern. Intendant Erich Sidler, der das Haus über viele Jahre hinweg geprägt hat, wird nach der Saison 2026/27 seine Koffer packen. Aber keine Sorge, es bleibt nicht leer, denn die talentierte Schirin Khodadadian wird seine Nachfolgerin. Eine neue Ära beginnt!
Das Programm für die bevorstehende Saison trägt den vielversprechenden Titel „Fröhliche Utopie“. Sidler hat angekündigt, dass die Zeit der Abschiede begonnen hat, und das spiegelt sich auch im spannenden Spielplan wider. Mit 17 Premieren und 19 Wiederaufnahmen auf gleich drei Bühnen wird es keinen Mangel an aufregenden Erlebnissen geben. Das Auftaktstück „Neunzehnhundertzweiundvierzig“ von Gernot Grünewald wird am 29. August die Bühne betreten. Es thematisiert die Deportation der Göttinger Jüdinnen und Juden – ein berührendes und wichtiges Thema.
Ein bunter Spielplan
Die Liste der Premieren ist beeindruckend. Am 15. September folgt „Welcome To Schöny – Please Get The Fuck Out!“ von Rebekka Kricheldorf. Und im Großen Haus wird es noch mehr zu erleben geben: Am 3. Oktober startet „Annette, ein Heldinnenepos“ nach Anne Weber. Ein Monat später, am 24. Oktober, gibt es die deutsche Erstaufführung von „Paris Danach“ von Laurent Gaudè. Und das ist noch nicht alles! Am 21. November wird „Pinocchio“ auf die Bühne gebracht, gefolgt von „Michael Kohlhaas“ nach Heinrich von Kleist am 23. Januar. Und nicht zu vergessen – am 12. Juni 2027 wird die Uraufführung von „Letzte Sätze“ von Philipp Löhle stattfinden. Ein echter Schmaus für Theaterliebhaber!
Für die jüngeren Zuschauer ist ebenfalls einiges geboten. „Die Brüder Löwenherz“ nach Astrid Lindgren feiert am 19. November Premiere, und die Inszenierung von „Pinocchio“ am 21. November wird von Max Radestock verantwortet. Es scheint, als ob das Deutsche Theater Göttingen wieder einmal ein Treffpunkt für alle Altersgruppen wird.
Ein neuer Wind weht
Ein weiterer wichtiger Aspekt der kommenden Spielzeiten ist die Neustrukturierung im Leitungsteam. Ab der Spielzeit 2024/25 werden Schirin Khodadadian und Erich Sidler die künstlerische Leitung gemeinsam übernehmen. Das bedeutet frische Impulse und neue Ideen! Khodadadian hat bereits in der aktuellen Spielzeit ihr Können am Deutschen Theater bewiesen, als sie „Nichts widersetzt sich der Nacht“ nach Delphine de Vigan inszenierte. Ihre Erfahrungen als Hausregisseurin am Theater Ingolstadt und ihre Zusammenarbeit am Staatstheater Kassel während der Intendanz von Thomas Bockelmann werden sicher wertvolle Beiträge leisten.
Und während wir über Veränderungen sprechen, darf der neue DT-Laden in der Theaterstraße nicht unerwähnt bleiben. Dieses Experiment zur Öffnung des Theaters könnte die Verbindung zwischen Publikum und Bühne stärken. Ein neuer Ort für Begegnungen und Gespräche – das klingt einfach gut!
Abschließend bleibt zu sagen, dass die kommende Saison im Deutschen Theater Göttingen eine spannende Zeit voller neuer Chancen und Herausforderungen verspricht. Der Abschied von Erich Sidler wird sicherlich emotional, aber die Zukunft mit Schirin Khodadadian sieht vielversprechend aus. Theater ist nicht nur Unterhaltung; es ist ein Raum für Diskussionen und Auseinandersetzungen über unsere Gesellschaft. Und genau das ist es, was das Deutsche Theater Göttingen weiterhin bieten möchte.