Nach 15 Jahren im Dienst geht Dr. Gerd Rappenecker als Technischer Vorstand der Stadtwerke Göttingen in den Ruhestand. Ein großer Schritt, der nicht nur für Rappenecker selbst, sondern auch für die Stadtwerke und die Region von Bedeutung ist. Seit dem 1. Juni 2011 prägte er maßgeblich die Entwicklung des Unternehmens, das sich in dieser Zeit vom klassischen Versorger zu einem modernen Energiedienstleister gewandelt hat. Ein echter Visionär, möchte man sagen!
In seiner Amtszeit hat Rappenecker einige bedeutende Projekte angestoßen, darunter das Kraftwerk am Maschmühlenweg und den Ausbau des Fernwärmenetzes. Diese Initiativen haben nicht nur die Energieversorgung in Göttingen verbessert, sondern auch den Weg für eine nachhaltigere Zukunft geebnet. Er war ein bekanntes Gesicht in der Stadtgesellschaft, nahm an zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen teil und war stets ein Ansprechpartner für die Bürger. Das hat ihm viel Respekt eingebracht. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und sein Nachfolger Frank Wiegelmann würdigten in ihren Ansprachen seine Fachkompetenz und die gute Zusammenarbeit.
Ein neuer Weg für die Stadtwerke
Frank Wiegelmann wird die Stadtwerke nun als Alleinvorstand leiten. Eine interessante Wendung, denn eine Nachfolge für die Technische Vorstandsposition wird nicht eingerichtet. Stattdessen hat sich in den letzten Jahren eine starke zweite Führungsebene etabliert, die nun mehr Verantwortung übernimmt. Das zeigt, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen der Energiezukunft zu meistern. Und diese Herausforderungen sind alles andere als klein.
Die Energiewende ist ein zentrales Thema, das auch in den kommenden Jahren viele Stadtwerke beschäftigen wird. Die Stadtwerke müssen als Katalysatoren fungieren, um die Wärmewende voranzutreiben. Workshops wie „Stadtwerke als Energiedienstleister“, organisiert von der Deutschen Energie-Agentur (dena) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, zeigen auf, welche Chancen und Herausforderungen hier auf die Unternehmen zukommen. Rund 100 Teilnehmende aus Stadtwerken, kommunalen Verwaltungen und Energieagenturen diskutieren, wie neue Geschäftsmodelle wie Energiespar-Contracting in den bestehenden Strukturen integriert werden können. Das ist ein spannendes Feld!
Ein Abschied mit Dank
In seiner Abschiedsrede bedankte sich Rappenecker bei den Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz und die gemeinsame Entwicklung des Unternehmens. Es war nicht nur ein Job für ihn; es war eine Herzensangelegenheit. Wie so oft, wenn man eine Ära hinter sich lässt, bleibt der bittersüße Geschmack des Abschieds. Doch die Stadtwerke Göttingen sind bereit für die Zukunft. Mit Wiegelmann an der Spitze und einer motivierten Führungsebene könnte dies der Beginn einer neuen, aufregenden Phase sein.
Das ist der Lauf der Dinge: Manchmal ist es Zeit, weiterzuziehen, und manchmal ist es Zeit, neue Wege zu beschreiten. Es bleibt spannend, wie sich die Stadtwerke in dieser neuen Konstellation entwickeln werden. Eines ist sicher: Göttingen wird auch in Zukunft auf eine starke und innovative Energieversorgung angewiesen sein.