In Göttingen wird gerade ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Die Medizinisch-Technischen Schulen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) blicken auf stolze 100 Jahre Ausbildung zurück! Das musste natürlich gebührend gefeiert werden. Vor kurzem fand in der Bildungsakademie der UMG ein Tag der offenen Tür statt, der nicht nur viele Ehemalige, sondern auch zahlreiche Interessierte anlockte. Die Atmosphäre war eine Mischung aus Nostalgie und Aufregung – es gab viel zu entdecken!
Besonders spannend wird es, wenn man die Geschichten der Auszubildenden betrachtet. Da sind zum Beispiel Monica Zebski, die ihre Ausbildung in der Laboratoriumsanalytik 1984 begann, und die junge Alicia Birkl, die erst 2024 nach dem Abitur in das gleiche Feld eingestiegen ist. Zwei Generationen, zwei unterschiedliche Zeiten! Während Monica damals nur zwei Jahre für ihre Ausbildung benötigte, dauert es für Alicia heute ganze drei Jahre. Ein kleiner, aber feiner Unterschied, der die Veränderung in der Ausbildung über die Jahre hinweg zeigt.
Ein Blick in die Ausbildung
Die letzten 40 Jahre haben die Ausbildung grundlegend verändert. Früher war alles ein bisschen einfacher, heute ist der Lehrplan viel umfangreicher. Neben den klassischen Fächern wie klinische Chemie, Hämatologie und Mikrobiologie haben neue Themen wie Molekularbiologie, Gentechnik und Virologie Einzug gehalten. Die Ausbildungsinhalte sind also nicht nur theoretisch, sondern auch sehr praktisch angelegt. „Wissen ist Macht“, könnte man sagen, und das gilt in diesem Berufsfeld umso mehr! Praktische Prüfungen finden mittlerweile nicht mehr in den klassischen Schullabors statt, sondern direkt in den modernen Laboren der UMG. Da wird’s dann auch gleich viel spannender!
Ein Probesemester bildet den Auftakt der Ausbildung, in dem die angehenden Medizintechnologinnen erste Einblicke in den Berufsalltag erhalten. Hier wird Basiswissen aus Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vermittelt, und im ersten Semester steht ein Orientierungspraktikum von mindestens 120 Stunden an. Nach den ersten Semestern geht’s dann richtig los: Die Auszubildenden erweitern ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in den verschiedenen Bereichen und lernen, ihre Analyseergebnisse kritisch zu betrachten. Das ist wichtig, denn Qualität hat hier höchste Priorität!
Von der Schulbank ins Labor
Insgesamt umfasst die praktische Ausbildung beeindruckende 2000 Stunden, wobei auch ein interprofessionelles Praktikum mit 120 Stunden dazugehört. Ein echtes Highlight: Ein Teil der Ausbildung kann sogar im EU-Ausland stattfinden, dank des ERASMUS + Programms. Das ist doch eine tolle Gelegenheit, um internationale Erfahrungen zu sammeln! Und nicht zu vergessen – auch Softskills wie Teamfähigkeit und kommunikative Fähigkeiten werden in der Ausbildung gefördert. Schließlich ist der Umgang miteinander im Labor genauso wichtig wie das technische Know-how.
Martina Balleininger von der Schulleitung berichtete mit einem Lächeln von dem großen Interesse, das die Besucher an den Ausbildungsberufen zeigten. Verständlich, denn die Ausbildung zum/zur Med. Technologin für Laboratoriumsanalytik ist nicht nur zukunftssicher, sondern auch spannend und vielfältig. Ob im Labor oder bei Kooperationspartnern – die Möglichkeiten sind vielfältig und die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften groß.
Ein Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart zeigt, dass die Medizinisch-Technischen Schulen in Göttingen nicht nur ein Ort des Lernens sind, sondern auch eine Brücke in eine vielversprechende Zukunft. Und so wird das Jubiläum nicht nur gefeiert, sondern auch als Ansporn gesehen, die nächsten 100 Jahre ebenso erfolgreich zu gestalten. In diesem Sinne: Auf eine spannende Zeit und viele weitere Auszubildende, die in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten!