Heute ist der 25.05.2026 und die Vorfreude auf den Deutschen Mühlentag ist groß! Ein ganz besonderer Tag in Norddeutschland, wo sich die Türen zahlreicher sanierter Wind- und Wassermühlen öffnen und ein Stück Geschichte lebendig wird. Jedes Jahr am Pfingstmontag bringen die Mühlenliebhaber ihre Schätze zum Leben und laden alle Neugierigen ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Einmal mehr zeigt sich, wie wertvoll das Kulturgut „Mühle“ für unsere Region ist.
Die Mühlen, die einst in jedem größeren Dorf zu finden waren, sind seit den 1950er-Jahren rar geworden. Doch die Liebe und Hingabe derjenigen, die sich um ihren Erhalt kümmern, haben es ermöglicht, dass viele historische Mühlen bis heute bestehen. In Niedersachsen, zum Beispiel, gibt es noch rund 800 Wasser- und 600 Windmühlen! Das ist doch echt beeindruckend, oder? Besonders hervorzuheben sind die Bockwindmühle im Hermann-Löns-Park in Hannover, die Wassermühle im Mühlenmuseum in Moisburg und die Windmühle Paula in Steinhude. Das sind wahre Zeitzeugen, die Geschichten aus einer anderen Zeit erzählen können.
Ein Fest für die Sinne
Am Deutschen Mühlentag öffnen rund 650 historische Mühlen in Deutschland ihre Türen. An diesem besonderen Tag sind Wind-, Wasser-, Dampf- und sogar Motormühlen aktiv und zeigen, wie sie funktionieren. Die Betreiber bieten nicht nur Einblicke in das alte Müllerhandwerk, sondern auch ein buntes Programm mit Führungen, Festen, Musik und kulinarischen Köstlichkeiten. Man kann fast schon den Duft frisch gebackenen Brotes in der Luft riechen, wenn die Mühlen ihre Arbeit verrichten!
In Schleswig-Holstein sind zahlreiche Mühlen geöffnet, wie die Windmühle Renata in Schwensby oder die Braaker Mühle in Stapelfeld, die sogar ein Familienfest veranstaltet. Mecklenburg-Vorpommern hat ebenfalls einiges zu bieten, mit 31 historischen Mühlen, die den Besuchern die Gelegenheit geben, das Handwerk hautnah zu erleben. Hamburg, die Perle an der Elbe, öffnet die Türen von Rieck Haus und der Riepenburger Mühle, die größte und älteste Mühle der Stadt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Die Wurzeln des Mühlentags
Die Idee des Deutschen Mühlentags entstand vor mehr als 30 Jahren und wird seit 1994 von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. organisiert. Inspiriert von regionalen Mühlenveranstaltungen in Deutschland, hat sich dieser Aktionstag zu einem echten Highlight entwickelt. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung wird üblicherweise von einem Landes- oder Regionalverband der DGM ausgerichtet – meist unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Ministerpräsidenten oder der Ministerpräsidentin. Und das alles, um das alte Handwerk lebendig zu halten und den Menschen näherzubringen! Es ist einfach wunderbar, wie hier Tradition und Gemeinschaftsgeist aufeinandertreffen.
Mit einem vielfältigen kulturellen Angebot und kleinen Festen wird der Mühlentag zu einem echten Erlebnis für Jung und Alt. Viele Mühlenfeste bieten nicht nur Mahl- und Backaktionen, sondern auch Kinderprogramme an, die den Kleinen das Handwerk spielerisch näherbringen. So wird der Tag nicht nur lehrreich, sondern auch zu einem großen Spaß für die ganze Familie.
Eine Karte mit den teilnehmenden Mühlen ist auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde zu finden. Hier kann man sich ganz einfach einen Überblick verschaffen und die besten Routen für einen erlebnisreichen Tag planen. Und das Beste: Die Mühlenbetreiber sind stolz darauf, ihre Türen zu öffnen und den Besuchern Einblicke in ihr wertvolles Kulturgut zu gewähren. Wer hätte gedacht, dass man beim Besuch einer Mühle nicht nur viel über die Technik lernt, sondern auch eine Menge Spaß haben kann? Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein!