In der kleinen Stadt Gifhorn gibt es bald einen Grund zum Feiern! Der gebürtige Gifhorner, Ulrich Diezmann, ein Künstler, der in Berlin lebt, kehrt am 12. Juni in seine Heimat zurück. Diesmal nicht nur zum Plaudern über alte Zeiten, sondern um seine Werke in der KURT-Redaktion auszustellen. Unter dem Titel „Federn, Vögel und ein bisschen Rot“ zeigt Diezmann eine faszinierende Auswahl seiner Malerei und Fotografie. Die Ausstellung wird bis zum 31. August 2024 zu sehen sein und der Eintritt ist frei – ein echtes Geschenk für alle Kunstliebhaber!

Malte Schönfeld, der Redaktionsleiter, hatte die Gelegenheit, mit Diezmann über seinen Werdegang und seine Inspirationen zu sprechen. Auf die Frage nach seiner Schulzeit erinnert sich der Künstler an den blauen Himmel über Gifhorn und seine Zeit an der Alfred-Teves-Schule und der Bonhoeffer-Realschule. „In der Kunst fühlte ich mich immer gefördert“, erzählt er. Bereits in der Schulzeit begann er mit dem Fotografieren – ein Hobby, das ihn bis heute begleitet.

Von Gifhorn nach Berlin

Nach dem Abitur in Wolfsburg-Kreuzheide zog es Diezmann 1981 an die Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, wo er Freie Kunst studierte. Seine Leidenschaft für die Kunst führte ihn über die Jahre nicht nur zu zahlreichen eigenen Ausstellungen, sondern auch zu einem bemerkenswerten Preis: den Rudolf-Wilke-Preis für seine Zirkusserie! Nach seinem Zivildienst in den späten 80ern ließ er sich in West-Berlin nieder und erlebte die aufregenden Veränderungen der Nachwendezeit. „Das war eine ganz besondere Zeit“, blickt er zurück. „Ich habe eigene Ausstellungen initiiert und viel experimentiert.“

Eine der eindrucksvollsten Serien ist „X/Berg – Day and Night“, seine erste Einzelausstellung mit Fotografien. Auch die Serie „Land unter“, die während des Hochwassers 2023/24 entstand und veränderte Landschaften im Landkreis Gifhorn zeigt, hat für viel Aufsehen gesorgt. Und ganz nebenbei ist Diezmann auch Hobby-Ornithologe. Die Feder, ein zentrales Motiv seiner Kunst, symbolisiert nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch die Verbindung zwischen Malerei und Fotografie. „Das Licht und die Formen der Natur inspirieren mich immer wieder“, sagt er.

Ein Blick in die Zukunft

Seine Pläne sind ebenso spannend wie seine bisherigen Erfolge. Nach der Ausstellung in Gifhorn plant Diezmann eine Malerei-Ausstellung in der Villa Ichon in Bremen im Oktober sowie eine Gruppenausstellung im Albert-König-Museum in Unterlüß für 2027. „Ich freue mich darauf, meine Werke mit einem breiteren Publikum zu teilen“, zeigt er sich optimistisch. In einem Gespräch äußert er sich auch zur politischen Dimension der Kunst, die für ihn eine wichtige Rolle spielt: „Schönheit hat eine Bedeutung – gerade in unserer Zeit.“

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Wer die Gelegenheit hat, sollte sich die Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen. Kunst, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig die Schönheit der Natur zelebriert – das ist Ulrich Diezmann in seiner besten Form. Weitere Informationen über kommende Ausstellungen und die Kunstszene in Berlin findet man übrigens auf Kunstplaza.de. Ein Besuch lohnt sich immer!