Heute ist der 14.05.2026 und wir befinden uns in Delmenhorst, wo die BBS Wildeshausen im Bereich Maschinentechnik einen bemerkenswerten Trend beobachtet. Die Zahl der Studierenden in diesem Fachbereich hat, bedauerlicherweise, einen Tiefpunkt erreicht. Ludger Kolhoff, der Leiter der Fachschule, sieht die Ursache vor allem im seltenen Technikunterricht an allgemeinbildenden Schulen. Es ist schon ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, wie wichtig die Technik für unsere Zukunft ist. Dennoch gibt es einen Silberstreif am Horizont: Die Jobaussichten für die Absolventen sind trotz der sinkenden Zahlen nach wie vor sehr gut!

Auf der letzten Messe der Fachschule wurden gleich vier innovative Abschlussprojekte präsentiert, die zeigen, dass die Studierenden durchaus das Potenzial haben, die Industrie voranzubringen. Da hätten wir zum Beispiel die Planiervorrichtung am Radlader von Tom Gloystein, Sebastian Ressel und Leon Fleischer. Oder die Prüfstation für Flugzeugschlepper von Nick Holzenkamp und Steffen Karns. Auch das Fördersystem für Kartoffelsortierung von Stina Ewert, Tom Meyer und René Böckmann ist erwähnenswert, ganz zu schweigen von der Roboterstation für Gehäusebauteile, die von Hauke Peters und Dustin Husmann entwickelt wurde. Diese Projekte sind nicht nur kreativ, sondern auch praxisnah und zeigen, dass es in der Branche noch viel zu tun gibt.

Berufliche Perspektiven in der Technik

Die aktuelle Situation könnte den Eindruck erwecken, dass die Technik weniger begehrt ist, doch Kolhoff hebt hervor, dass die Absolventen in der Regel verantwortungsvolle Positionen im mittleren Management einnehmen können – und das oft mit einem durchaus ansehnlichen Gehalt. Laut einem Report fehlten im Herbst letzten Jahres bundesweit knapp 15.000 Spezialisten wie Meister oder Techniker. Das lässt aufhorchen! Nick Holzenkamp zum Beispiel hat gute Jobangebote in Aussicht, obwohl er seinen Meister noch abschließen muss. Auch Stina Ewert, die zuvor als Kfz-Mechatronikerin arbeitete, hat sich für die Weiterbildung entschieden, um in das mittlere Management zu gelangen. Ein kluger Schritt!

Der Maschinenbau als klassische Ingenieurdisziplin in Deutschland hat Tradition und Innovationskraft. Trotz aller Herausforderungen wie Digitalisierung und Globalisierung bleibt die Branche gefragt. Die Einsatzbereiche sind vielfältig – von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrttechnik bis hin zu Robotik und Medizintechnik. Der Fachkräftemangel ist spürbar, vor allem an qualifizierten Ingenieuren mit digitalen Zusatzkenntnissen. Wenn man bedenkt, dass die Einstiegsgehälter zwischen 45.000 und 55.000 Euro jährlich liegen, könnte man glatt neidisch werden.

In der Region Oldenburg arbeiten Kolhoff und seine Fachschule eng mit lokalen Unternehmen zusammen, um die Projekte der Studierenden in die Tat umzusetzen. So wurde zum Beispiel das Förderband in der Kartoffelsortierung in die Budgetplanung von Agrarfrost für das kommende Jahr aufgenommen. Das zeigt, dass die Unternehmen bereit sind, in die Zukunft zu investieren und den jungen Talenten eine Chance zu geben. Tom Gloystein hofft, über die Dötlinger Firma raquatec in das Berufsleben einzusteigen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird, aber eines ist sicher: Die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften wird immer wichtig bleiben – auch wenn sie derzeit ein wenig in den Hintergrund gedrängt wird.

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Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir die Bedeutung des Technikunterrichts an Schulen wieder stärker betonen, damit zukünftige Generationen die Chance haben, die Welt mit ihren Ideen zu gestalten. Schließlich ist es die Neugier und die Leidenschaft für das Machen, die unsere Gesellschaft voranbringen. Wer weiß, vielleicht steht der nächste Ingenieur schon bald in den Startlöchern, bereit, die Herausforderungen der Zukunft anzugehen!