In den kommenden Wochen müssen sich Pendler zwischen Bremen, Delmenhorst und Oldenburg auf massive Einschränkungen im Regionalverkehr einstellen. Grund dafür sind notwendige Instandhaltungsarbeiten der Deutschen Bahn, die im Mai 2024 durchgeführt werden. Betroffen sind die Linien RS 3, RS 30, RS 4, RE 1 und RB 58, die täglich von rund 22.000 Fahrgästen genutzt werden.
Der Schienenersatzverkehr wird zwischen Hude und Bremen vom 7. bis 18. Mai sowie erneut vom 25. Mai bis 1. Juni eingerichtet. In der Zeit vom 18. bis 25. Mai wird dieser zusätzlich zwischen Bad Zwischenahn und Bremen Hauptbahnhof angeboten. Auch die Linie RS 4 wird durchgehend Ersatzverkehr zwischen Hude und Bremen erleben. Für Reisende auf der RE 1 (Hannover – Norddeich Mole) gibt es Einschränkungen: Vom 17. bis 21. Mai wird der Zugverkehr in Delmenhorst unterbrochen, die Züge enden in Bremen und Oldenburg. Hintergrund dieser Maßnahmen ist die Totalsperrung der Hunte-Klappbrücke.
Zusätzliche Informationen und Ersatzverkehre
Die RB 58 bleibt tagsüber im Stundentakt, jedoch werden abends und nachts Verspätungen von bis zu sechs Minuten bis zum 10. Juni erwartet. Besonders zwischen dem 5. und 11. Mai werden 15 Zugverbindungen zwischen Bremen und Delmenhorst durch Busse ersetzt. Die Nordwestbahn hat angekündigt, die Qualität der eingesetzten Busunternehmen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Vorgaben hinsichtlich Genehmigung, Fahrzeugalter und technische Standards eingehalten werden.
Diese aktuellen Herausforderungen im Regionalverkehr sind nicht isoliert. Bereits in den kommenden Jahren, konkret 2026 und 2027, wird es umfangreiche Generalsanierungen geben, für die die Deutsche Bahn bereits Aufträge für Schienenersatzverkehre vergeben hat. Diese Ersatzverkehre werden zahlreiche Strecken betreffen und umfassen fast 60 Millionen Buskilometer. Die Qualität der Fahrzeuge wird dabei hochgehalten: Es sind barrierefreie, neuwertige Fahrzeuge mit ausreichend Stauraum sowie WLAN und teilweise Toiletten an Bord vorgesehen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Verkehrskonzepte für die Bauphasen werden rechtzeitig mit allen relevanten Partnern erarbeitet, um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Die Kosten für diese umfangreichen Maßnahmen werden zwischen den Ländern, dem Bund und der DB InfraGO AG aufgeteilt. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Monate und Jahre trotz der notwendigen Arbeiten einen reibungslosen öffentlichen Verkehr in unserer Region gewährleisten können.