Am Freitag, den 8. Mai, wird die Volkshochschule (VHS) in Delmenhorst zum Schauplatz eines besonderen Events: Die „Befreiungsfeier“ des Breiten Bündnisses gegen Rechts verspricht, nicht nur der Vergangenheit zu gedenken, sondern auch aktuelle Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz in den Fokus zu rücken. In einem ehrwürdigen Rahmen, der die Etablierung des Grundgesetzes 1949 feiert, wird die Veranstaltung um 18 Uhr beginnen und bis etwa 21 Uhr dauern.

Ein Highlight des Abends ist die Lesung zweier Kapitel aus der Delmenhorster Stadtgeschichte, die von den beiden Schauspielern Johannes Mitternacht und Hans-Joachim Olczyk präsentiert wird. Unter dem Motto „Kriegsende in Delmenhorst“ wird Mitternacht in die Rolle des Widerstandskämpfers Wilhelm Schroers schlüpfen, während Olczyk die Erzählerstimme übernimmt. Wer hätte gedacht, dass eine so bedeutende Figur wie Schroers, der 1946 die VHS gründete, so tief in die Geschichte der Stadt verwoben ist? Für diejenigen, die es nicht wissen: Schroers war nicht nur ein Kämpfer gegen den Faschismus, sondern hat auch eine wichtige Rolle in der Arbeiterbewegung gespielt.

Ein Blick zurück auf den Widerstand

Die Lesung wird durch Aufzeichnungen von Wilhelm Schroers bereichert, die tiefere Einblicke in den antifaschistischen Widerstand am Ende des Nationalsozialismus gewähren. Während dieser Zeit waren viele Menschen bereit, alles zu riskieren, um für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Es ist bemerkenswert, dass sich der Widerstand auch in den 70er-Jahren weiter manifestierte, als Schroers seine Erfahrungen und Erinnerungen teilte. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, die sich mit lokalen Widerstandskämpferinnen und -kämpfern beschäftigt und wird im Herbstsemester mit weiteren szenischen Lesungen fortgesetzt.

Ein weiterer Programmpunkt wird die Filmvorführung „Keine Nazis in Delmenhorst“ sein. Diese Dokumentation behandelt den Widerstand gegen die rechtsextremen Pläne von Jürgen Rieger im Jahr 2006. Rieger hatte versucht, ein Schulungszentrum für die NPD in einem Hotel auf der Hotelwiese einzurichten – eine Idee, die auf breiten Widerstand stieß. Die Verbindung dieser historischen Themen mit der Gegenwart bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, über die immer wiederkehrenden Herausforderungen nachzudenken.

Austausch und Vernetzung

Nach der Lesung und der Filmvorführung wird ein Austausch bei Getränken stattfinden. Hier können die Besucher nicht nur ihre Gedanken und Eindrücke teilen, sondern auch in eine tiefere Diskussion über die Themen der Veranstaltung eintauchen. Es ist eine Gelegenheit, die Gedanken zu sortieren und vielleicht auch neue Perspektiven zu gewinnen. Die VHS hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Ort der Begegnung und des Dialogs entwickelt – das ist auch dem Engagement von Initiativen wie dem Breiten Bündnis gegen Rechts zu verdanken, die sich aktiv für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen.

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Wenn ihr also am 8. Mai nichts vorhabt, schaut doch mal vorbei. Man weiß nie, welche Gedanken und Gefühle diese Veranstaltung in einem wecken kann. Wer weiß, vielleicht wird auch der ein oder andere Zuschauer zum nächsten Widerstandskämpfer – auf seine eigene Weise. Schaut vorbei, bringt eure Freunde mit, und lasst uns gemeinsam für eine bessere Zukunft einstehen!