Am 21. April 2026 feierte das Willms-Gymnasium in Delmenhorst ein ganz besonderes Ereignis: Sein 125-jähriges Bestehen! Ein Festakt voller Emotionen und Erinnerungen, der sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart der Bildungseinrichtung in den Mittelpunkt stellte. Schulleiter Stefan Nolting ließ es sich nicht nehmen, den besonderen „Willms-Geist“ zu betonen, der die Schule seit ihrer Gründung im Jahr 1901 prägt. Mit einem feierlichen Rahmen und vielen Gästen wurde die Reise der Schule gewürdigt, die ursprünglich im Dezember 1899 auf den Weg gebracht wurde.
Oberbürgermeisterin Petra Gerlach ließ sich nicht lumpen und würdigte die herausragende Rolle des Willms-Gymnasiums in der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung sowie in sozialen Projekten und der Begabtenförderung. Sie überreichte einen Scheck über 625 Euro als Jubiläumsgeschenk und hob besonders das Engagement der Schule in sozialen Projekten, vor allem in Namibia, hervor. Die Schüler des Gymnasiums präsentierten stolz eine Zeitkapsel, die bis Ende des Jahres mit Erinnerungen gefüllt werden soll und in 125 Jahren geöffnet wird. Diese Kapsel enthält Briefe, eine Chronik, das Willms-Logo und persönliche Beigaben der Redner.
Auf den Spuren der Geschichte
Die Wurzeln des Willms-Gymnasiums reichen bis ins Jahr 1901 zurück, als es als Knabenschule gegründet wurde. Am 22. April, nur fünf Tage nach dem offiziellen Schulbeginn, fand die feierliche Eröffnung statt. Der Koppelfußweg, an dem die Schule errichtet wurde, wurde zu Ehren des verstorbenen Bürgermeisters Otto Willms in „Willmsstraße“ umbenannt. Bereits im Jahr 1905 wurde das Gebäude aufgestockt, und weitere Erweiterungen folgten, darunter der Bau einer eigenen Turnhalle im Jahr 1908. Trotz der Herausforderungen, wie der Zerstörung des Schulgebäudes während des Zweiten Weltkriegs, blieb die Schule stets ein Ort des Lernens und der Entwicklung.
Die Umbenennung in Gymnasium an der Willmsstraße erfolgte 1956, und die Schule etablierte sich fortan als ein Ort der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung. Heike Roy vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung bezeichnete das Willms-Gymnasium als „digitalen Leuchtturm“, was die Schule besonders stolz macht. Im Laufe der Jahre hat das Gymnasium nicht nur seine akademischen Standards hochgehalten, sondern auch großen Wert auf die persönliche Entwicklung seiner Schüler gelegt. Diese Gedanken wurden auch in der Abschlussrede von Schülervertretern Seniz Tiryaki und Gabriel Zaiton aufgegriffen.
Gemeinschaft und Engagement
Die Rolle der Eltern in der Schulgemeinschaft wurde von Meike Eberle, der Schulelternratsvorsitzenden, hervorgehoben. Ihr Engagement und die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern sind entscheidend für die positive Entwicklung der Schüler. Das Willms-Gymnasium hat sich nicht nur als Bildungsstätte, sondern auch als Gemeinschaftsraum etabliert, in dem Werte wie Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft gefördert werden.
Insgesamt spiegelt das Jubiläum des Willms-Gymnasiums nicht nur die Erfolge der letzten 125 Jahre wider, sondern blickt auch optimistisch in die Zukunft. Mit einem starken Fundament und einem klaren Fokus auf Innovation und soziale Verantwortung wird die Schule auch in den kommenden Jahrzehnten eine bedeutende Rolle in der Bildungslandschaft Delmenhorsts spielen.