Am 17. Mai 2026 war die Veltins Arena in Gelsenkirchen der Schauplatz eines emotionalen Abschieds. Schalke 04, nach drei Jahren in der zweiten Liga, feierte die Rückkehr in die Bundesliga mit einem mitreißenden Spiel gegen Eintracht Braunschweig. Doch es war nicht nur das Fußballspiel, das die Herzen der über 60.000 Zuschauer berührte. Schiedsrichter Robert Kampka, der das letzte Profispiel seiner Karriere leitete, stand im Mittelpunkt der Ereignisse. Seine Kinder begleiteten ihn als Einlaufkinder, und beim Betreten des Rasens konnte er seine Tränen nicht zurückhalten.
Kampka, der am 21. Februar 1982 in Görlitz geboren wurde, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Seit 2003 war er für den Deutschen Fußball-Bund aktiv und machte 2016 sein Erstliga-Debüt. Sein Weg führte ihn durch die Regionalliga, die 3. Liga und die 2. Bundesliga, bevor er schließlich in der Bundesliga angekommen war. Mit 481 Einsätzen in seiner Schiedsrichterlaufbahn, darunter auch 146 in der zweiten Liga, hat er sich einen Namen gemacht. Besonders die Schalker Bilanz unter seiner Regie liest sich wie eine Achterbahnfahrt: 3 Siege, 6 Unentschieden und 3 Niederlagen – und das alles ohne das letzte Spiel gegen Braunschweig.
Ein bewegender Abschied
Die Heimfans von Schalke hatten sich an diesem besonderen Tag etwas ganz Außergewöhnliches einfallen lassen. Eine beeindruckende Choreografie, die das Stadion zum Beben brachte, sorgte für eine unvergessliche Atmosphäre. Kampka, der nicht nur als Schiedsrichter, sondern auch als Arzt und Truppenarzt bei der Bundeswehr aktiv ist, zeigte sich sichtlich berührt von der Stimmung. Es war ein Abschied, der nicht nur ihn, sondern auch die Fans und Spieler in seinen Bann zog.
Nach diesem emotionalen Höhepunkt wird Kampka seine Karriere als Video-Schiedsrichter fortsetzen. Ein Schritt, der den Fußball verändern könnte – auch wenn er die aktive Laufbahn hinter sich lässt. Man kann sich nur vorstellen, wie viele Erinnerungen und Geschichten er aus seiner Zeit auf dem Platz mitnehmen wird. Ob das Gefühl des Pfeifens, das Adrenalin während eines Spiels oder die Begegnungen mit Spielern und Trainern – all das wird in ihm bleiben, auch wenn er jetzt hinter den Kulissen arbeitet.
Ein Leben im Fußball
Die Schiedsrichterlaufbahn von Robert Kampka begann bereits 2003, und sein Aufstieg ist beachtlich. Vom TSV Schornbach, wo alles begann, bis hin zur Bundesliga – der Weg war gepflastert mit Herausforderungen. Er war nicht nur ein einfacher Schiedsrichter, sondern ein Teil der Fußballkultur, der sich durch seine Professionalität und sein Engagement auszeichnete. Seine letzten Spiele, insbesondere das gegen Braunschweig, werden in die Geschichtsbücher eingehen.
Mit einem letzten Blick auf das Spielfeld, erfüllt von Erinnerungen und Dankbarkeit, wird Robert Kampka als Video-Assistent weitermachen. Ein neuer Abschnitt in einem Leben, das vom Fußball geprägt ist. Und während die Zeit vergeht, bleibt die Frage: Wie wird der Fußball in Zukunft aussehen, wenn jemand wie Kampka hinter den Kulissen agiert? Für die Fans und die Spieler wird er sicher eine wichtige Rolle spielen, selbst wenn man ihn nicht mehr direkt auf dem Platz sieht.