Gestern war es soweit: Die Preisverleihung des „Preises der jungen Dramatik“ fand im Staatstheater Braunschweig statt, und die Atmosphäre war geladen mit spannender Erwartung. Die Verleihung, die in Kooperation mit dem Neuen Theater Halle veranstaltet wurde, brachte nicht nur die besten Talente auf die Bühne, sondern auch die Neugierde des Publikums, das sich auf die neuen Stimmen der Theaterlandschaft freute. Unter den Nominierten stach ein Name besonders hervor: Laura Bernhardt. Ihr Werk „A Night in Stalingrad in 4k“ wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Eine großartige Leistung, die mit einem Preisgeld von 6.500 Euro und der Möglichkeit zur Uraufführung in der kommenden Spielzeit am Staatstheater Braunschweig honoriert wird!

Laura, die an der Berliner Universität der Künste Szenisches Schreiben studiert, hat mit ihrem Stück ein brisantes Thema aufgegriffen. Sie beleuchtet die düstere Welt der rechtsradikalen Chat-Rooms und antifeministischen Netzwerke der „Manosphere“. Ein mutiger Schritt, der in der heutigen Zeit gewiss nicht ungehört bleibt. Bei der Preisverleihung, die am 17. Mai 2026 stattfand, wurde nicht nur ihr Talent geehrt, sondern auch das gesellschaftliche Bewusstsein für ein Thema geschärft, das so viele betrifft.

Die Nominierten und ihre Werke

Doch Laura war nicht die einzige, die das Publikum fesselte. Auch die weiteren präsentierten Stückentwürfe beim Dramenfestival sorgten für Aufsehen. Leena Schnack mit „Kieselschwarm und Mondkanister“, Anna Horak, die den Publikumspreis in Höhe von 1.500 Euro für „OHNWUT“ erhielt, Julie Guigonis mit „GEGENFEUER“ und Sven Beck mit „Drei Fortschritte“ – sie alle zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ die junge Dramatik ist. Anna Horak, die am Institut für Sprachkunst in Wien studiert, hat das Publikum mit ihrem Stück so sehr begeistert, dass sie den Preis nach Hause nehmen durfte. Ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig und wertvoll die Stimmen junger Autor:innen sind.

Die Jury, bestehend aus Persönlichkeiten wie Nurkan Erpulat und Mirjam Khalaf, hatte die schwere Aufgabe, aus den vielen talentierten Bewerbungen die herausragendsten auszuwählen. Und das war keine leichte Entscheidung, denn die Qualität der eingereichten Entwürfe war durchweg hoch. Die Nominierten hatten die Möglichkeit, ihre Stücke im Rahmen von szenischen Lesungen auf die Bühne zu bringen, was die Vorfreude auf die kommende Spielzeit nur noch verstärkt hat.

Ein Wettbewerb der Zukunft

Der „Preis der jungen Dramatik“ geht 2026 bereits in die vierte Runde, und die Ausrichter, das Staatstheater Braunschweig und das Neue Theater Halle, setzen weiterhin auf Nachwuchstalente. Studierende aus verschiedenen renommierten Hochschulen wie dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität Hildesheim sind eingeladen, sich mit ihren Stückentwürfen zu bewerben. Die Theaterteams in Halle und Braunschweig wählen dann die fünf besten Entwürfe aus, die im Mai 2026 in szenischen Lesungen präsentiert werden. Das Festival bietet nicht nur eine Plattform für neue Theaterpositionen, sondern auch die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung unter den Kreativen.

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Die Begeisterung für die junge Dramatik ist spürbar, und es bleibt abzuwarten, welche neuen Stimmen und Geschichten uns in der kommenden Spielzeit begegnen werden. Der „Preis der jungen Dramatik“ hat sich als ein wichtiger Katalysator für frische, mutige Theaterkunst etabliert und zeigt, dass die Zukunft des Theaters in guten Händen ist.