In der Eintracht Braunschweig ist nach dem Klassenerhalt ordentlich was los. Die Fans, die sich eigentlich freuen sollten, sind aber eher unzufrieden. Das Team hat die Saison mit dem direkten Klassenerhalt abgeschlossen, doch der Unmut im Verein ist spürbar. Benjamin Kessel, der Geschäftsführer Sport, hat alle Hände voll zu tun, die Kaderplanung für die kommende Saison auf die Beine zu stellen. Was da auf ihn zukommt, ist alles andere als einfach.

Ein Lichtblick in der aktuellen Situation ist der Transfer von Rayan Philippe. Der 24-jährige Stürmer hat seine Profikarriere in Dijon gestartet und sich nun als Torjäger für die Eintracht etabliert. In dieser Saison traf er gleich fünf Mal für den Hamburger SV, zu dem er nun wechselt. Das sorgt nicht nur für frischen Wind in der Kaderplanung, sondern bringt auch einige finanzielle Mittel mit sich. Eintracht Braunschweig erhält Bonuszahlungen aus den Verkäufen von Philippe und Sven Köhler. Köhler, der im Winter zu den Grasshoppers Zürich wechselte, konnte mit seinem neuen Team den Klassenerhalt in der Relegation gegen den FC Aarau sichern. Für ihn gibt es neben der Basisablöse von 300.000 Euro sogar noch einen zusätzlichen, unbekannten Betrag.

Ein neuer Wind in Hamburg

Philippe landete am Montag nach einem Flug aus Nizza in Hamburg – ein aufregender Moment für ihn. Am Dienstag steht der Medizincheck an, bevor er seinen Vertrag über vier Jahre beim HSV unterschreibt. Der Hamburger SV hat bereits angekündigt, dass sie eine Basisablöse von 2,5 Millionen Euro überweisen werden, die durch Bonuszahlungen auf bis zu 3 Millionen Euro ansteigen kann. Damit wird Philippe der dritte Neuzugang des HSV. Die Hamburger haben auch Nicolai Remberg und Jordan Torunarigha verpflichtet.

Die Planungen beim HSV sehen vor, dass Philippe hauptsächlich auf dem rechten Flügel spielen soll, wo er nach innen ziehen kann. Mit einem Top-Speed von über 36 km/h zählt er zu den schnellsten Spielern der 2. Liga. Er kann dabei alle Offensivpositionen bekleiden – eine echte Waffe für das Team. In 59 Zweitliga-Partien für Braunschweig erzielte er beeindruckende 21 Tore und gab 11 Vorlagen. Darüber hinaus hat er auch auf internationalem Parkett für Furore gesorgt, als er in 45 Einsätzen für den FC Swift Hesperingen in der luxemburgischen Top-Liga 39 Tore erzielte. Das sind Zahlen, die Eindruck hinterlassen.

Der Blick nach vorn

Die Eintracht selbst ist ebenfalls dabei, die Weichen für die Saison 2025/26 zu stellen. Fabio Kaufmann hat seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2026 verlängert, was für die Fans eine positive Nachricht ist. Robert Ivanov hingegen wird den Verein verlassen, sein Vertrag läuft am 30. Juni 2025 aus. Eintracht Braunschweig bedankt sich für seinen Einsatz. Leihverträge von Spielern wie Paul Jaeckel und Niklas Tauer enden ebenfalls, und die Kaufoption für Julian Baas wird nicht gezogen.

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Benjamin Kessel hat bereits Gespräche mit Lino Tempelmann und Paul Jaeckel sowie den Vereinen FC Schalke 04 und 1. FC Union Berlin angestoßen, um die Spieler im nächsten Jahr weiterhin in Braunschweig zu halten. Die kommenden Wochen versprechen also spannend zu werden – sowohl für die Eintracht als auch für die Fans, die auf eine erfolgreiche Transfersaison hoffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird, aber eins steht fest: Die Zeichen stehen auf Veränderung.