Heute ist der 18.05.2026 und in Aurich brodelt es mal wieder. Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Aurich (GfA) hat einen Antrag auf ein flächendeckendes Böllerverbot in der Stadt und ihren Ortsteilen gestellt. Ein ganz schön brisantes Thema! Die Diskussion darüber fand bereits im Ausschuss für Feuerwehr, Ordnung und Bürgerdienste statt. Und was dabei rumkam? Eine Menge Bedenken und eine Portion Unterstützung von unterschiedlichen Seiten.

Die GfA hat gleich mehrere Probleme aufgezählt, die durch die Silvesterböllerei entstehen: Feinstaub, Lärm, Müll, Verletzungen und nicht zu vergessen die verängstigten Tiere – da denkt man an die armen Hunde, die sich vor jedem Knall verstecken. Auch die Feuerwehr und Mediziner sind mit im Boot und unterstützen die Überlegungen für ein Verbot. Das zeigt, dass der Schutz von Mensch, Tier und Umwelt hier ernst genommen wird. Zudem glauben die GfA-Leute, dass die Mehrheit der Bürger ein solches Verbot unterstützen würde, besonders Hundebesitzer – was ja auch irgendwie verständlich ist!

Schädliche Folgen der Böllerei

Die Argumente gegen das Feuerwerk sind nicht von der Hand zu weisen. Jährlich werden durch die Silvesterknallerei etwa 2.050 Tonnen Feinstaub frei – das ist fast 1% der jährlichen Emissionen in Deutschland! In großen Städten steigen die PM10-Werte in der Neujahrsnacht bis auf 1.000 μg/m³. Das sind Werte, die weit über dem empfohlenen Tagesgrenzwert der WHO liegen. Feinstaub kann gesundheitsschädlich sein, insbesondere die kleinen PM2,5-Partikel, die bis in den Blutkreislauf eindringen können. Klar, dass viele Menschen in den Tagen um Silvester mit Atemwegsbeschwerden kämpfen müssen!

Und der Müll? Der ist auch ein großes Thema. In fünf Großstädten fallen jährlich zwischen 134 und 183 Tonnen Silvesterabfall an. Perchlorat in Feuerwerkskörpern kann zudem in Gewässer gelangen und stellt ein Gesundheitsrisiko dar, vor allem für Schwangere und Kinder. Wenn man dann noch bedenkt, dass Deutschland über 90% seiner Feuerwerkskörper aus China importiert und dadurch hohe CO₂-Emissionen durch den Transport verursacht, fragt man sich: Ist das wirklich die Feier wert?

Die Stimmen der Politik

Die Stadtverwaltung von Aurich denkt bereits über mögliche Vorschläge nach, wo ein Böllerverbot umgesetzt werden könnte. Helmut Lücht, der im Fachbereich Ordnung und Bürgerdienste tätig ist, wies darauf hin, dass ein Verbot für die gesamte Stadt wohl nicht umsetzbar sein wird, aber in bestimmten Teilbereichen durchaus denkbar. Gila Altmann von den Grünen hat zwar Sympathie für den Antrag, betont aber, dass die ordnungsrechtlichen Grundlagen genau geprüft werden müssen. Das klingt nach einer spannenden Debatte, die am 21. Mai im Rat der Stadt Aurich auf der Agenda steht.

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Es ist also ein Thema, das viele bewegt – die einen sehen das traditionelle Feuerwerk als Teil des Silvesterfestes, während andere die gesundheitlichen und umwelttechnischen Aspekte in den Vordergrund stellen. Eine Umfrage hat ergeben, dass eine Mehrheit der Bevölkerung ein Verbot von privatem Feuerwerk befürwortet. Vielleicht ist es an der Zeit, über alternative, umweltfreundliche Feierlichkeiten nachzudenken – wie wäre es mit Licht- oder Drohnenshows?