In Aurich, der Heimat der Alterric GmbH, gibt es Neuigkeiten, die für frischen Wind in der Unternehmensführung sorgen. Dr. Kai Peter Zoellmann hat seine Position als Chief Financial Officer (CFO) niedergelegt. Diese Entscheidung kam nicht über Nacht – sie wurde einvernehmlich zwischen den Gesellschaftern und Dr. Zoellmann getroffen. Dies klingt nach einem harmonischen Abschied, auch wenn Heiko Janssen, der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Bedauern über den Weggang nicht verbergen kann. Respekt vor der Entscheidung, das ist wichtig in einer Zeit, in der Veränderungen an der Tagesordnung sind.
Die finanzielle Verantwortung wird nun vorübergehend von der bestehenden Führungsstruktur übernommen. Das Unternehmen, das sich als Independent Power Producer (IPP) im Bereich Onshore-Windenergie, Energiespeicher und Freiflächen-Photovoltaik etabliert hat, bleibt auf Wachstumskurs. Alterric entwickelt, projektiert, betreibt und vermarktet Wind- und Hybridparks nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich und Griechenland. Mit über 2.500 Megawatt installierter Leistung und einer Pipeline, die mehr als 11.000 Megawatt umfasst, hat Alterric viel vor.
Ein Blick auf die aktuellen Projekte
Die Alterric GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Aloys Wobben Stiftung und der EWE AG. Rund 600 Mitarbeiter verteilt auf 15 Standorte in Deutschland sowie internationalen Büros in Frankreich und Griechenland – das klingt nach einem lebhaften Treiben. Der Hauptsitz in Aurich ist das Herz des Unternehmens, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, den Übergang zu nachhaltiger Energieversorgung voranzutreiben. Die Windkraft, besonders die Onshore-Windenergie, spielt dabei eine zentrale Rolle. Tatsächlich ist sie die führende Technologie zur Stromerzeugung in Deutschland. 2024 wurden 55 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen, wobei die Windenergie mit einem Anteil von 27 Prozent am Stromverbrauch die stärkste Erzeugungstechnologie darstellt.
Die installierte Leistung der Onshore-Windkraft hat 2024 netto um 2.600 Megawatt zugenommen, was sie auf rund 63.600 Megawatt (63,6 GW) hebt. Ein beachtlicher Zuwachs, der zeigt, dass die Branche in Bewegung ist. Aber nicht alles läuft schnurgerade. Es gibt Herausforderungen, besonders durch Naturschutzauflagen, die Planung und Betrieb erschweren können. Und während die meisten Anlagen in Niedersachsen stehen, zieht es die Energieerzeuger auch in andere Bundesländer – Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind ebenfalls gut aufgestellt.
Ein nachhaltiger Blick in die Zukunft
Windenergie ist nicht nur nachhaltig, sie hat sich auch als eine der effektivsten Methoden zur Reduktion von CO2-Emissionen bewährt. Moderne Windenergieanlagen amortisieren sich energetisch in nur 3 bis 12 Monaten! Nach dieser Zeit produzieren sie für 20 bis 25 Jahre nahezu emissionsfreien Strom. Ein klarer Vorteil in Zeiten, in denen wir alle einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten müssen. Die Herausforderung bleibt, die Ziele für die Zukunft zu erreichen. Um die angestrebte installierte Leistung von 115 GW bis 2030 zu erreichen, benötigen wir einen jährlichen Bruttozubau von etwa 10 GW. Das ist ein ambitioniertes Ziel, das jedoch mit innovativen Technologien und dem Engagement von Unternehmen wie Alterric durchaus machbar ist.
Die Windkraft ist also nicht nur ein Job für Ingenieure und Techniker. Es ist ein gemeinsames Projekt für unsere Umwelt, für zukünftige Generationen. Und mit jedem neuen Windpark, den Alterric in Deutschland und darüber hinaus auf die Beine stellt, wird ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen und grünen Zukunft gegangen. Wer weiß, vielleicht wird der Wind bald noch stärker wehen und uns alle mit neuer Energie versorgen.