In Wolgast, wo die Ostseewinde durch die Gassen wehen und die Geschichte an jeder Ecke flüstert, gibt es Neuigkeiten, die das Herz eines jeden Stadtliebhabers höher schlagen lassen. Das Türmchen des Rathauses, ein kleines, aber feines Wahrzeichen, wurde nach umfangreicher Restaurierung endlich wieder auf dem Dach befestigt. Man kann sich das lebendige Treiben vorstellen, als am Mittwoch das geschichtsträchtige Stück auf seinen angestammten Platz zurückkehrte – ein Moment, der mit einem Hauch von Nostalgie und Erleichterung gefeiert wurde! Das Türmchen war ja Ende April abgenommen worden, als bei der Fassadensanierung gravierende Schäden entdeckt wurden. Die Standsicherheit war in Gefahr, und das Türmchen wurde nur durch Metallkonstruktionen gegen die stürmischen Winde gesichert.

Jetzt, nach der sorgfältigen Arbeit, erstrahlt die neue Eichenholzkonstruktion in ihrer puren, naturbelassenen Form. Das hat etwas Beruhigendes, nicht wahr? Ein bisschen Geduld ist allerdings gefragt, denn in zwei Jahren wird das Holz dann gestrichen, nachdem es sich in der rauen Nordseeluft bewährt hat. So soll das rund 300 Jahre alte Rathaus, das sich mitten im Herzen der Stadt befindet, nicht nur schön, sondern auch sicher und einladend werden.

Ein barrierefreies Willkommen

Doch das ist nur der Anfang, denn die Stadt Wolgast hat große Pläne! Das Historische Rathaus wird derzeit in ein barrierearmes „Willkommens- und Servicezentrum“ umgebaut. Ein Aufzug wird installiert, um das Obergeschoss für alle zugänglich zu machen. An der Westseite entsteht eine neue Rampe für die behindertengerechte Erschließung – das ist wirklich ein Schritt in die richtige Richtung! Der Zugangsbereich wird neu gestaltet, denn bisher war er eher ein ungeliebter, verbauter Ort. Außerdem werden alle Sanitärbereiche erneuert und das Erdgeschoss erhält eine frische Note, während das Meldeamt und das Standesamt neue Räumlichkeiten bekommen. Das klingt nach einem echten Upgrade!

Natürlich sind bei einem solchen Umbau unerwartete Überraschungen nicht auszuschließen – wie eine Tragende Innenwand, die fälschlicherweise als nicht tragend angenommen wurde, oder geschwächte Deckenbalken, die nicht mehr die nötigen Lasten tragen können. Da kann einem schon mal der Schweiß auf die Stirn treten, wenn man sieht, dass die Kosten durch Trockenbauarbeiten, Estrich- und Fliesenarbeiten in die Höhe schießen. Insgesamt summieren sich die Mehrkosten auf beachtliche 58.922,41 Euro. Ein bisschen ärgerlich, aber was soll’s, es wird ja alles besser!

Hoffnung auf Fördermittel

Die Stadt hat sich außerdem Fördermittel aus dem Städtebaufonds gesichert, die in diesem Jahr mit über 384.000 Euro beziffert werden. Doch die Gefahr schwebt im Raum: Sollten die Bauarbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, könnten diese Mittel gestrichen werden – ein Albtraum für die Verantwortlichen! Momentan können nur noch Leistungen im Wert von etwa 77.000 Euro vergeben werden, was die Fertigstellung des Projekts ernsthaft gefährdet. Doch Wolgast gibt nicht auf! Projekte wie die Sanierung der Ziesebrücke und der Friedhofszufahrt können verschoben werden, um die Fertigstellung des Rathauses nicht zu gefährden. Ein bisschen Zähigkeit kann man hier schon erkennen.

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Die Städtebauförderung des Bundes, die seit über 50 Jahren nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt, stellt dafür im Bundeshaushalt 2024 stolze 790 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, Innenstädte zu stärken und sozial benachteiligte Quartiere aufzuwerten. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich Wolgast mit diesen Maßnahmen nicht nur modernisieren, sondern auch zukunftsfähig machen möchte. Das ist doch ein Grund zum Feiern!