Heute ist der 4. Mai 2026, und im Landkreis Vorpommern-Greifswald stehen große Veränderungen an. Die Straßen, die so viele von uns täglich nutzen, sind durch den letzten Winter stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Frostschäden sind überall sichtbar, und die Schlaglöcher scheinen sich wie Pilze nach dem Regen zu vermehren. Da kommt der Dringlichkeitsantrag von Landrat Michael Sack (CDU) gerade recht. Bei der Kreistagssitzung in Wolgast hat er ein Sonderprogramm zur Sanierung der frostgeschädigten Kreisstraßen vorgestellt, das mit fast fünf Millionen Euro aufwartet.
In den kommenden zwei Jahren soll jetzt richtig aufgeräumt werden, denn die Instandsetzungen sind dringend notwendig. Sack hat die Situation gut zusammengefasst: Der Substanzverlust durch den Winter war erheblich. Statt punktueller Reparaturen, die oft nicht mehr als ein Pflaster auf eine klaffende Wunde sind, soll es eine großflächige Deckenerneuerung geben. Für das laufende Jahr sind bereits 2,63 Millionen Euro eingeplant. Wer weiß, vielleicht wird der Sommer dann weniger holprig für die Radfahrer und Autofahrer.
Investitionen und Unterstützung
Die SPD-Fraktion hat sich ebenfalls stark gemacht und fordert einen Kreisstraßen-Booster, der über Landesmittel finanziert werden soll. Es ist klar, dass die Unterstützung für solche Projekte unerlässlich ist, wenn man bedenkt, dass der Sanierungsstau bei kommunalen Straßen immer weiter wächst. Und das ist nicht nur ein lokales Problem – deutschlandweit wird der Investitionsbedarf für die Instandhaltung der Straßen auf über 53 Milliarden Euro geschätzt. Das sind Zahlen, die einem schon mal die Schweißperlen auf die Stirn treiben können!
Doch nicht nur die Straßen brauchen dringend eine Auffrischung. Auch der Schienenverkehr steht auf der Agenda des Kreistags. Der Antrag zur Verbesserung des Schienenverkehrs, der eine direkte Bahnverbindung zwischen Swinemünde und Stralsund fordert, könnte die Anbindung der Gemeinden an den Haltestellen erheblich aufwerten. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn der öffentliche Nahverkehr braucht dringend ein Update, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden.
Ein Blick auf die Zukunft
Die Herausforderungen sind groß. Frostschäden an Straßen, Rad- und Fußwegen sind nicht nur ein Ärgernis, sondern auch ein finanzielles Desaster. Städte und Gemeinden müssen voraussichtlich mehr Zeit mit der Beseitigung dieser Schäden verbringen, während die kommunale Haushaltslage angespannt bleibt. Rekorddefizite sind in vielen Kommunen an der Tagesordnung, was die Situation nicht gerade einfacher macht. Die Kommunen werden in diesem Jahr voraussichtlich mindestens 32 Milliarden Euro im Minus sein! Irgendwie ist das schon ein bisschen besorgniserregend, oder?
Die Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik hat zudem gezeigt, dass der Investitionsbedarf im Verkehrssektor bis 2030 bei rund 372 Milliarden Euro liegt. Das ist eine Mammutaufgabe, die nicht nur die Kommunen, sondern auch die Bundesregierung in die Pflicht nimmt. Es bedarf einer dauerhaften Finanzierungsgrundlage, um die Infrastruktur nicht weiter auf Verschleiß fahren zu lassen und die Sicherheit der Verkehrswege zu gewährleisten.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln, und hoffen, dass die Genehmigungen für die Sanierungsanträge schnell erteilt werden. Denn eines ist sicher: Die Menschen in Vorpommern-Greifswald haben es mehr als verdient, sicher und komfortabel unterwegs zu sein!