Wismar, die charmante Hafenstadt an der Ostsee, hat in letzter Zeit einiges zu berichten. 2022 war ein Jahr voller Überraschungen für die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Die Exporte stiegen um beeindruckende 20,2 Prozent auf insgesamt 11,1 Milliarden Euro. Und was hat das Ganze ins Rollen gebracht? Richtig, der Schiffbau! Der boomte regelrecht, und zwar um sagenhafte 900 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Es ist fast so, als würde die Stadt mit jedem neuen Schiff ein Stück mehr an internationalem Ansehen gewinnen.
Ein ganz besonderer Grund für diesen Aufschwung ist die Auslieferung des Kreuzfahrtschiffs Disney Adventure. Geplant für September 2025, wird das prächtige Schiff auf den Bahamas registriert sein und hat bereits jetzt einen enormen Einfluss auf die regionalen Exporte. Der Verkaufswert des Schiffs? Schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro! Das allein macht fast 13 Prozent des gesamten Exportvolumens Mecklenburg-Vorpommerns aus. Die Bahamas sind plötzlich nicht nur ein Traumziel für Urlauber, sondern auch der größte Außenhandelspartner des Landes. Ein Plus von über 1.000 Prozent – das ist mehr als beeindruckend!
Ein Blick auf die Zahlen
Natürlich gibt es auch andere Bereiche, die in dieser Zeit auf und ab gingen. In der Ernährungswirtschaft gab es einen Rückgang des Exportvolumens um 6,9 Prozent, und das unter drei Milliarden Euro. Hier zeigen sich die Herausforderungen, die die Branche zu meistern hat. Die Industrieexporte hingegen erlebten einen Aufwind von 34 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Maschinen und Geräte, die aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, nach wie vor gefragt sind. Besonders die Ausfuhren von Düngemitteln stiegen um fast 19,6 Prozent und die von Eisen-, Blech- und Metallwaren sogar um 26,2 Prozent.
Wenn wir uns die Entwicklung der letzten Jahre anschauen, wird klar, dass die Wirtschaft des Bundeslandes trotz zweier Minusjahre 2025 wieder auf Kurs ist. Die Exporte haben sich stabilisiert und die Industrie zeigt sich widerstandsfähig. Interessant ist auch, dass die Exporte in die USA um 16 Prozent zurückgingen, während der Handel mit Russland ein leichtes Plus von 30 Prozent aufweist, trotz der angespannten politischen Lage. Man fragt sich, wie lange noch, aber das ist ein anderes Thema.
Die maritime Wirtschaft im Fokus
Ein Blick auf die maritime Wirtschaft zeigt, dass Deutschland insgesamt rund 400 Unternehmen in der Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie beherbergt, mit etwa 63.000 Beschäftigten. Die Branche hat in den letzten Jahren einen Umsatz von circa 11 Milliarden Euro erzielt, wobei die Exportquote dabei bei stolzen 80 Prozent liegt. In Mecklenburg-Vorpommern macht die Branche jedoch nur vier Prozent des gesamten Umsatzes aus. Dennoch sind die Aussichten gut, denn die Unternehmen arbeiten kontinuierlich daran, neue Absatzmärkte zu erschließen.
Besonders im Bereich der Personen- und Fährschifffahrt sowie bei Spezialschiffen gibt es wachsende Marktsegmente. Der Druck aus China und Südkorea, wo die Regierungen strategische Ziele verfolgen, wächst. Aber hey, wer kann den deutschen Ingenieurgeist schon aufhalten? Mit Innovation und einem Fokus auf nachhaltige Technologien geht es voran. Die Schifffahrt steuert auf eine grünere Zukunft zu, und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis.
So, während die Wellen der Ostsee sanft gegen die Hafenkai schlagen, bleibt die Frage: Wie wird sich der Schiffbau und die Exportwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern weiter entwickeln? Eins ist sicher, die nächsten Jahre versprechen spannend zu werden!