Heute ist der 21. Mai 2026, und die Straßen rund um Grevesmühlen sind nach einem heftigen Starkregen wie leergefegt. Die Szene auf der BAB 20 bot sich uns aus einem ganz anderen Blickwinkel: zwei Verkehrsunfälle binnen kürzester Zeit, ausgelöst durch die widrigen Wetterbedingungen. Einmal mehr zeigt sich, wie unberechenbar das Wetter sein kann und welche Gefahren es mit sich bringt, insbesondere in Verbindung mit starkem Niederschlag.

Am Mittwochabend, gegen 19 Uhr, überschlug sich ein 44-jähriger Fahrer eines Mercedes-Sprinters, nachdem er kurz hinter der Anschlussstelle Grevesmühlen in Fahrtrichtung Rostock von der Fahrbahn abkam. Der Sprinter geriet in die Bankette und wurde bei dem Unfall erheblich beschädigt. Mit Verletzungen wurde der Fahrer ins Klinikum Grevesmühlen gebracht. Der Sachschaden? Über 30.000 Euro. Ein schwerer Schlag für ihn und sein Fahrzeug, das nicht mehr fahrbereit war und geborgen werden musste.

Wasser auf der Fahrbahn

Nur 15 Minuten später, um 19:15 Uhr, kam es zu einem weiteren Vorfall. Ein 18-jähriger Audi-Fahrer, der gerade einen anderen Pkw überholte, bemerkte zu spät eine Wasseransammlung auf der Fahrbahn. Das Resultat: Er kam ebenfalls von der Straße ab, durchbrach Wildschutzzäune und krachte in einige Bäume. Der Schock war groß, und auch er musste ins Klinikum Lübeck gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehr als 22.000 Euro – und sein Audi war, wie so oft in diesen Situationen, nicht mehr fahrbereit. Glücklicherweise ergab die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit keine Auffälligkeiten.

Starkregen, wie wir ihn am Mittwoch erlebt haben, ist nicht nur ein lästiges Wetterphänomen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) handelt es sich dabei um intensiven Niederschlag, der in lokal begrenzten Gebieten innerhalb von bis zu sechs Stunden auftreten kann. Die Starkregensaison in Deutschland erstreckt sich von Mai bis September, mit einem klaren Schwerpunkt im Juni bis August. Immer wieder hören wir von den verheerenden Auswirkungen solcher Niederschläge, die nicht nur in Mittelgebirgen, sondern auch in flachen Regionen wie Norddeutschland zu Überflutungen führen können. Die Straßenverhältnisse verschlechtern sich, und die Gefahr von Aquaplaning steigt.

Die Gefahren des Wetters

Die Flutkatastrophen an Ahr und Erft im Jahr 2021 haben uns eindrucksvoll vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Verkehrsinfrastruktur ist. Zahlreiche Brücken und Straßen wurden beschädigt – Verkehrsverbindungen waren für Wochen unterbrochen. Auch bei kürzeren Niederschlägen können Straßen überflutet werden, was eine große Gefahr für Autofahrer darstellt. Man stelle sich vor, man fährt bei einem solchen Wetter über die Autobahn und sieht plötzlich, dass die Straße vor einem nicht mehr sichtbar ist, weil sie unter Wasser steht. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann schnell zu dramatischen Situationen führen.

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Ebenfalls ist bekannt, dass die Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen in Zukunft zunehmen wird. Höhere Temperaturen lassen mehr Wasser in der Luft, was zu starken Niederschlägen führen kann. In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts rechnen Klimaforscher mit einer Zunahme seltener, aber heftiger Regenfälle. Ein Blick auf die Wettervorhersagen könnte demnach nicht schaden, bevor man sich ins Auto setzt!