Die Stadtbibliothek Wismar erstrahlte am 20. Mai 2026 im Glanz der jungen Talente, als das Finale des Vorlesewettbewerbs der fünften Klassen über die Bühne ging. Fünfzehn aufgeregte Kinder aus den Wismarer Schulen – darunter die Integrierte Gesamtschule „Johann Wolfgang von Goethe“, die Freie Schule, die Evangelische Schule „Robert Lansemann“, die Bertolt-Brecht-Schule und die Ostsee-Schule – traten gegeneinander an. Die Altersgruppe war bunt gemischt, zwischen 10 und 13 Jahren, und jeder von ihnen wollte das Publikum mit seinen Lieblingsbüchern und einem unbekannten Text aus „Der Galimat und ich“ von Paul Maar begeistern.
Die Atmosphäre war elektrisierend, als die Kinder ihre Vorträge hielten – jeder für drei Minuten. Eltern, Geschwister und Freunde lauschten gebannt. Ein besonderer Ehrengast, Senator und erster stellvertretender Bürgermeister René Domke, hatte es sich nicht nehmen lassen, die jungen Vorleser zu unterstützen. Die Programmleitung hatte Bibliothekarin Julia Hbabi übernommen, und die Jury setzte sich aus Professor Dr. Herbert Büttner, Britta Samulowitz und dem ehemaligen Gewinner Jonathan Prüter zusammen.
Die Sieger und ihre Preise
Am Ende des Wettbewerbs wurden die Ergebnisse mit Spannung erwartet. Frieda Uebel von der IGS durfte sich über den ersten Platz freuen, mit 107 Punkten. Knapp dahinter landeten Ida Johanna Blüthmann (IGS) und Matilda Olsen (Freie Schule) mit je 106 Punkten. Marie Moritz von der Evangelischen Schule sicherte sich den dritten Platz mit 103 Punkten. Alle Teilnehmer gingen nicht leer aus: Urkunden, Süßigkeiten, Sonnenblumensamen und Büchergutscheine vom Förderverein der Stadtbibliothek warteten auf sie. Das war eine tolle Geste und motiviert sicherlich die jungen Leseratten, auch weiterhin in die Welt der Bücher einzutauchen!
Die Bedeutung des Wettbewerbs
Der Vorlesewettbewerb hat in Wismar eine lange Tradition und trägt entscheidend zur Förderung der Lesekompetenz bei. Dabei ist das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer bei der Vorbereitung der Kinder unverzichtbar. Die Begeisterung für das Lesen wird nicht nur in der Stadtbibliothek, sondern auch durch zahlreiche bundesweite Aktivitäten zur Leseförderung unterstützt. Lesenächte, Lesefeste und Vorleseinitiativen für Vorschulkinder sind nur einige der Maßnahmen, die Eltern und Kinder zusammenbringen und das Lesen in den Fokus rücken. Auch die BiSS-Initiative zur Verbesserung der Sprachförderung ist ein wichtiger Bestandteil dieses Netzwerks.
Zusätzlich gibt es das Programm „Lesestart 1–2–3“, das vom BMBFSFJ finanziert wird und bereits frühzeitig auf die Bedeutung des Lesens aufmerksam macht. Die Stiftung Lesen führt zahlreiche Programme und Kampagnen durch, um sowohl die Leseförderung als auch das Vorlesen in den Familien zu stärken. All diese Aktivitäten zeigen, wie wichtig das Lesen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist und wie viel Freude Bücher schenken können!