Gestern war ein bedeutender Tag in Berlin, der die schwedische Kultur und die deutsch-schwedischen Beziehungen feierte. Im ehrwürdigen Rahmen der Schwedischen Residenz lud die Botschafterin des Königreichs Schweden, I.E. Veronika Wand-Danielsson, zu einer festlichen Zusammenkunft anlässlich des schwedischen Nationalfeiertags am 6. Juni. Man könnte sagen, es war mehr als nur ein Feierabendbier – es war eine Hommage an die Freiheit und eine Aufforderung zur internationalen Zusammenarbeit.
Die Botschafterin betonte in ihrer Rede die „Zeitenwende“, die Schweden derzeit durchlebt, besonders im Kontext des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Dieses Thema schwang in der Luft, und man konnte förmlich die Ernsthaftigkeit der Situation spüren. Schweden, so Wand-Danielsson, sucht verstärkt Partnerschaften, insbesondere mit Deutschland. Ein besonders schöner Gedanke war die Erwähnung Wismars als Beispiel für eine wichtige Brückenfunktion zwischen den beiden Nationen. Ein Aufruf, die Stadt im August zum Schwedenfest zu besuchen, ließ die Herzen der Anwesenden höher schlagen.
Ein Fest der Kulturen
Das Schwedenfest in Wismar, das vom 20. bis 23. August 2026 gefeiert wird, hat sich als das größte schwedische Fest außerhalb Schwedens etabliert. Es erinnert an die lange Zugehörigkeit Wismars zum Königreich Schweden. Man kann sich gut vorstellen, wie die Altstadt in ein schwedisches Märchen verwandelt wird. Die Karoliner – schwedische Truppen aus dem 17. Jahrhundert – werden wieder vor Ort sein, um historische Kämpfe darzustellen. Das klingt nach einem Spektakel, das man nicht verpassen sollte!
Das Fest wird nicht nur durch die historischen Darstellungen lebendig, sondern auch durch ein buntes kulturelles Programm mit schwedischen Künstlern und Bands. Auf der großen Bühne am Marktplatz wird Stimmung gemacht, während am Ziegenmarkt kleinere Acts und Kleinkunst das Publikum unterhalten. Man fragt sich, ob man mit einem Gläschen Glögg in der Hand die Klänge der Musik genießen oder sich eher in die Menge stürzen soll, um das Tanzbein zu schwingen.
Volksfeststimmung garantiert
Die Festmeile führt durch die Altstadt bis zum Hafen, wo zahlreiche Händler nordische Produkte anbieten. Die Atmosphäre wird mit Sicherheit von Volksfeststimmung geprägt sein – ein Riesenrad hier, ein Autoscooter dort, und Kinder, die auf einem Karussell ihre Runden drehen. An der Hafenspitze wird die „Mötesplats“ (Treffpunkt) eingerichtet, die für das schwedische Sommerfest-Feeling steht. Und ganz ehrlich, ein Freitagabend mit Feuerwerk am Marktplatz? Das lässt das Herz höher schlagen!
Für die kleinen Gäste gibt’s am Samstag das Kinderschwedenfest am Fürstenhof, und sportlich wird es beim Kubb-Turnier und dem Schwedenlauf am Sonntag, wo es auf drei Distanzen geht. Das alles gipfelt in einem historischen Umzug, dem „Schwedenweg“, der durch die Altstadt zieht. Und zum krönenden Abschluss: eine ABBA-Tribute-Show auf der Hauptbühne. Das wird eine Party!
Ein Feiertag mit Geschichte
Der schwedische Nationalfeiertag, nun offiziell seit 1983 ein Feiertag, wird am 6. Juni begangen. Ursprünglich als Tag der schwedischen Flagge eingeführt, erinnert er an die Krönung von Gustav Wasa im Jahr 1523 und die Auflösung der Union mit Dänemark. Es ist ein Tag, der im 19. Jahrhundert zu einem nationalen Gedenktag wurde und in den Herzen der Schweden einen hohen Stellenwert hat. Ironischerweise wurde der Feiertag erst 2005 zu einem arbeitsfreien Tag – man fragt sich, wie viele Schweden da erst richtig realisiert haben, dass sie an diesem Tag auch mal entspannen können.
Mit all diesen Festlichkeiten und der tiefen kulturellen Verwurzelung feiert Wismar nicht nur Schweden, sondern auch die Freundschaft zwischen den Völkern. Dank gilt den Sponsoren und Unterstützern, die diesen bunten Mix aus Geschichte, Kultur und Freude ermöglichen. Also, auf ins Abenteuer – Wismar erwartet seine Gäste im August!