Am 9. Mai 2026 wird die neu gebaute Sporthalle an der Käthe-Kollwitz-Promenade in Wismar zur Bühne für ein bemerkenswertes Kunstprojekt. Hier wird das Kunstwerk „Ballwechsel“ der talentierten Künstlerin Anne Hille aus Starkow präsentiert. Die Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr und wird feierlich von Bürgermeister Thomas Beyer eröffnet. Diese Präsentation markiert den Höhepunkt eines nichtoffenen, anonymen Kunst-am-Bau-Wettbewerbs, der für die Dreifeldsporthalle am Friedenshof ausgeschrieben wurde.
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch die verschiedenen Entwürfe aus dem Kunst-am-Bau-Wettbewerb ausgestellt. Die Wettbewerbsführung erfolgte in zwei Phasen, wobei der Siegerentwurf, der am 26. Mai 2025 ausgewählt wurde, von Anne Hille stammt. Das Kunstwerk wird eine Fläche von etwa 87 Quadratmetern an der Rückwand der Tribüne der Sporthalle einnehmen, die mit Akustikplatten ausgestattet ist. Diese Platten haben eine Maße von 46 Metern Länge und 1,9 Metern Höhe und wurden speziell für die Installation des Kunstwerks konzipiert. Das Budget für „Ballwechsel“ beträgt 31.500 Euro und wird durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ finanziert.
Ein kreatives Konzept für Gemeinschaft und Bewegung
Das Konzept des Kunstwerks „Ballwechsel“ thematisiert Schnittmuster von Sportbällen und spiegelt die Werte von Perspektivwechsel und Teamgeist wider. Es lädt dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen und verschiedene Ansichten im Sport und im Leben zu berücksichtigen. Diese Idee wird durch die Verwendung von kindlichen Zeichnungen verstärkt, die von Kindern aus Kindergärten und Schulen stammen. Die Zeichnungen werden auf langlebige Materialien wie Plexiglas oder Alu-Dibond gedruckt und so zu einem Teil der Wandgestaltung, die Tradition, Kultur und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Ein zentrales Symbol im Konzept ist das Hüpfspiel, das für Spiel, Bewegung und Zusammenhalt steht. Die Hintergrundfarbe Blau symbolisiert einen Himmel voller Möglichkeiten und schafft eine lebendige Atmosphäre, die die Freude am Spiel auch für Zuschauer lebendig hält. Die Anordnung der Motive wird so gestaltet, dass sie menschliche Figuren und Säulen bilden, die die Gemeinschaft repräsentieren. Dies verdeutlicht die generationsübergreifende Beteiligung, bei der Kinder die Grundlagen schaffen und Erwachsene sich an ihre eigene Kindheit erinnern.
Kunst am Bau: Ein wichtiger Bestandteil öffentlicher Räume
Kunst am Bau ist nicht nur ein ästhetisches Element, sondern auch ein verpflichtender Bestandteil der Gestaltung öffentlicher Räume in Deutschland. Seit den 1950er Jahren müssen zwischen 0,5 und 1,5 Prozent der Bausumme für Kunst ausgegeben werden, die am oder im Gebäude integriert ist. In dieser Tradition stehen auch die Kunstwerke in der neuen Sporthalle in Wismar, die dazu beitragen, den Charakter und die Identität des Ortes zu formen.
Das Projekt „Ballwechsel“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Kunst und Sport miteinander verwoben werden können. Es thematisiert die Freude am Spiel, die Vielfalt und das Miteinander und bietet sowohl aktive Teilnahme als auch die Möglichkeit, als Zuschauer Teil des Geschehens zu sein. So wird nicht nur ein Raum für sportliche Betätigung geschaffen, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs, der die Gemeinschaft in Wismar stärkt.