Schwerin, die Perle Mecklenburg-Vorpommerns, hat sich in den letzten Jahren als wichtiger Standort für den Bahnradsport etabliert. Die neue Radsporthalle am Lambrechtsgrund wird, trotz einiger Hürden, weitergebaut. Ein bisschen wie ein Marathonrennen, das nicht ganz nach Plan läuft. Aktuell gibt es allerdings einige Probleme mit dem Stahlbau, die die Fertigstellung auf 2028 verschieben könnten. Ja, das klingt nach einer langen Wartezeit, aber ein Baustopp ist nicht in Sicht – das ist schon mal etwas!
Nach der Kündigung des bisherigen Unternehmens, das für den Stahlbau zuständig war, wird der Auftrag nun europaweit neu ausgeschrieben. Das ist nicht nur bürokratisch aufwendig, sondern auch zeitraubend. Die Stadtverwaltung von Schwerin bereitet die Ausschreibung gemeinsam mit einer Kanzlei vor, ganz nach dem Motto „Gut geplant ist halb gewonnen“. Die Anforderungen an zukünftige Bieter werden verschärft, um sicherzustellen, dass nur die Besten der Besten zum Zug kommen. Schließlich soll die Halle nicht nur ein schöner Anblick werden, sondern auch den hohen Ansprüchen im Leistungs- und Nachwuchssport gerecht werden.
Die Herausforderungen im Bau
Die Kündigung hat, wie man sich denken kann, erhebliche Folgen für den Bauablauf. Es könnten zusätzliche Kosten bei anderen Gewerken entstehen, sobald die Neuausschreibung abgeschlossen ist. Die genauen Summen bleiben jedoch vorerst ein Rätsel. Auch die Prüfung von Schadenersatzansprüchen wird derzeit durchgeführt. Man muss ja vorbereitet sein, falls es doch zu Schwierigkeiten kommt. Die Fördermittelgeber sind über die Kündigung und die zeitlichen Verschiebungen informiert, was für die Stadtverwaltung eine zusätzliche Herausforderung darstellt.
Die Halle, die seit mehreren Jahren geplant wird, ist für Schwerin ein ganz bedeutendes Projekt. Der Eigenanteil der Stadt beträgt rund 3,5 Millionen Euro. Kein Pappenstiel, wenn man bedenkt, dass die Stadt darauf abzielt, Schwerin zu einem zentralen Standort für den Bahnradsport in Mecklenburg-Vorpommern zu machen. Aktuell gibt es nämlich im ganzen Land keine moderne überdachte Trainings- und Wettkampfstätte für diesen Sport. Und das ist doch ein bisschen traurig, oder? Die Halle soll Vereinen und Schulen zur Verfügung stehen, um die nächste Generation von Radprofis auszubilden.
Ein Blick auf die Sportinfrastruktur
Die Situation der Sportinfrastruktur in Deutschland ist insgesamt besorgniserregend. Das zeigt sich nicht nur in Schwerin, sondern im ganzen Land. Am 4. Mai 2024 fand der Tag der Städtebauförderung statt, an dem die Gemeinden ihre Projekte und Erfolge präsentieren konnten. Sport spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Gemeinschaft. Doch es gibt einen Sanierungsbedarf von mindestens 31 Milliarden Euro in Deutschland! Viele Sportstätten sind marode, stammen aus einer Zeit, die weit über 50 Jahre zurückliegt. Das gibt einem schon zu denken.
Energiekrise und Inflation verschärfen die Lage im Bausektor zusätzlich. Fachkräftemangel ist ein weiteres großes Problem, das die Sanierung und den Neubau von Sportstätten erschwert. Auch wenn es die gute Absicht gibt, die Sportinfrastruktur zu verbessern, bleibt die politische Umsetzung oft hinter den Erwartungen zurück. Der erste Deutsche Sportstättentag im Jahr 2021 hat das Ganze aufgezeigt, aber Fortschritte sind rar gesät. Und während die Stadt Schwerin weiterhin an ihrer Radsporthalle arbeitet, bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Sportstätten im Land bald wieder in neuem Glanz erstrahlen werden.
In der Zwischenzeit bleibt Schwerin optimistisch und arbeitet daran, das große Ziel zu erreichen: Ein wichtiger Standort für den Bahnradsport in Mecklenburg-Vorpommern zu werden. Also Augen auf und dranbleiben, liebe Leser! Die nächsten Jahre könnten spannend werden.