Heute ist der 17.05.2026 und die Handballwelt in Rostock hat einen neuen Wind in den Segeln. Stephan Just wird ab Sommer der neue Cheftrainer des HC Empor Rostock. Das ist ein echtes Comeback für den traditionsreichen Verein, der in der Vergangenheit als mehrfacher DDR-Meister glänzte und nach der Wende in der Bundesliga spielte. Just bringt nicht nur frische Ideen, sondern auch jede Menge Erfahrung mit, die er in der 3. Liga gesammelt hat.
Mit 47 Jahren hat Just bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich, sowohl als Trainer als auch als Spieler. Als 14-facher deutscher Nationalspieler hat er in 448 Bundesliga-Spielen insgesamt 1.864 Tore erzielt. Zuletzt war er beim HC Oppenweiler/Backnang tätig, wo er 2022 den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierte. Doch seine Zeit dort war nicht nur von Erfolgen geprägt; nach einem holprigen Start mit nur zwei Punkten aus sieben Spielen musste er den Verein verlassen.
Ein Trainer mit Vision
Der neue Vertrag von Just läuft bis 2028 und signalisiert, dass der HC Empor Rostock langfristige Pläne schmiedet. Vorstandsvorsitzender Tobias Woitendorf hat betont, dass man einen erfahrenen Trainer gesucht hat, der nicht nur Talente entwickeln kann, sondern auch die Vereinsphilosophie teilt. Das scheint Just zu sein, denn er sieht in dem Verein viel Potenzial und hat sich bereits positiv über die Fans geäußert. „Ich freue mich riesig auf diese Aufgabe“, sagt er. „Der HC Empor hat eine große Tradition und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.“
Die Erwartungen sind hoch, besonders nach einem soliden Platz sechs in der aktuellen Drittliga-Saison. Der Fokus soll nun verstärkt auf die Nachwuchsarbeit gelegt werden. Sportvorstand André Wilk hebt hervor, dass Just bereit sein muss, den Weg des Vereins mitzugehen. Das bedeutet, nicht nur in der Liga zu punkten, sondern auch junge Talente zu fördern und sie in das Team zu integrieren. Der Druck ist groß, aber das Potenzial ist ebenso vorhanden.
Ein Abschied und ein Neuanfang
Just übernimmt die Nachfolge von Michael Jacobsen, der auf eigenen Wunsch den Verein verlässt. Ein Abschied, der sicherlich mit gemischten Gefühlen verbunden ist. Jacobsen hinterlässt nicht nur eine Mannschaft, sondern auch eine Vision, die es nun weiterzuentwickeln gilt. Der neue Trainer hat die Chance, diese Vision neu zu gestalten und den Verein zurück zu alter Stärke zu führen. Das könnte eine spannende Zeit werden für alle Beteiligten.
Die Fans dürfen sich auf eine aufregende Saison freuen, in der Stephan Just die Zügel in der Hand hält. Mit einem klaren Ziel vor Augen – dem Aufstieg in die 2. Liga – wird es sicherlich nicht an Herausforderungen mangeln. Aber mit einem Trainer, der nicht nur ein Auge für das Spiel hat, sondern auch für die Menschen dahinter, könnte der HC Empor Rostock bald wieder in den oberen Ligen mitmischen. Und das wäre doch ein Grund zum Feiern, oder?