Am 9. Mai 2026 ist es endlich soweit! In der Aula der Regionalen Schule „Richard Wossidlo“ in Güstrow, im malerischen Landkreis Rostock, findet das Landesfinale des 17. Plattdeutsch-Wettbewerbs statt. Über 200 Kinder und Jugendliche aus 21 Einrichtungen haben sich auf den Weg gemacht, um ihre Liebe zur plattdeutschen Sprache unter Beweis zu stellen. Mit insgesamt 219 Teilnehmenden und 32 eingereichten Beiträgen — wow, da kann man nur den Hut ziehen! Die Veranstaltung wird um 9:30 Uhr beginnen und verspricht, ein echtes Fest für die Sinne zu werden.

Das diesjährige Motto „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“ ehrt die bekannte Verfasserin des „Ostseewellen-Liedes“. Es ist kaum zu fassen, dass dies schon 150 Jahre her ist! Die Teilnehmer werden Videos, szenische Darstellungen und Kurzfilme präsentieren, die von einer Fachjury bewertet werden. Dabei spielen Aussprache, Interpretation, Originalität und Kreativität eine große Rolle. Ein echtes Highlight, wenn man bedenkt, wie viele Talente hier aufeinandertreffen.

Eine Sprache, die verbindet

Einen besonderen Platz in diesem Wettbewerb nimmt Bildungsministerin Simone Oldenburg ein. Sie hebt die verbindende Rolle der plattdeutschen Sprache hervor, die nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch in zahlreichen anderen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen verbreitet ist. Plattdeutsch ist mehr als nur eine Sprache; es ist ein Stück Heimat, das viele Menschen miteinander verbindet. Tatsächlich stellt Mecklenburg-Vorpommern jährlich 15.000 Euro für Projekte zur Förderung der Regionalsprache zur Verfügung. Kitas und Kindertagespfleger können sogar eine Pauschale von 1.500 Euro beantragen — eine wertvolle Unterstützung!

Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und wird vom Institut für Qualitätsentwicklung des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung organisiert. Die Vorbereitungen sind stets aufregend, und die regionalen Wettbewerbe in Greifswald, Schwerin, Rostock und Neubrandenburg haben in den letzten Monaten ihren Teil dazu beigetragen, die Vorfreude noch zu steigern.

Plattdeutsch im Alltag

Doch der Plattdeutsch-Wettbewerb ist nicht das einzige Zeichen dafür, dass die plattdeutsche Sprache lebendig bleibt. Ab Ende 2024 wird das Plattdüütskbüro der Ostfriesischen Landschaft die Übersetzung des „Schimmelreiters“ von Theodor Storm überarbeiten. Ein spannendes Projekt, das zeigt, dass das Interesse an plattdeutschen Texten weiterhin hoch ist! Außerdem wird seit Februar 2025 ein Handbuch für Kindergärten erstellt, um die plattdeutsche Sprache in die frühkindliche Bildung zu integrieren. Die Broschüre hat bereits positive Resonanz in der Landwirtschaft gefunden und zeigt, wie wichtig die Sprache für viele ist.

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Und das ist noch lange nicht alles! Im April 2021 startete die Online-Serie „Löppt! Ostfriesisches Platt für Anfänger“, die sich großer Beliebtheit erfreut. Seitdem kann man in 44 Folgen einiges über die plattdeutsche Sprache lernen — und das ganz entspannt auf Facebook und YouTube. Auch das Projekt „Platt is cool“, das vom niedersächsischen Kultusministerium unterstützt wird, sorgt dafür, dass die plattdeutsche Sprache bei Schülern wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Denn „Platt is cool“ ist nicht nur ein Slogan, sondern ein Lebensgefühl!

Heute, an diesem besonderen Tag in Güstrow, wird sich zeigen, wie viel Herzblut und Talent in den Beiträgen der jungen Teilnehmenden steckt. Die Preisverleihung wird von Jette Bolz, Botschafterin für Niederdeutsch, durchgeführt, und wir können nur hoffen, dass die Freude und der Stolz der Teilnehmer bis weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus strahlen werden!