Heute, am 8. Mai 2026, hat der Kreistag Nordwestmecklenburg in einer Sitzung im DRK-Gebäude in der Hans-Grundig-Straße, Stadtteil Friedenshof, eine Entscheidung über die Zukunft der Kreismusikschule getroffen. Es war ein ziemlich spannender Abend, das kann ich euch sagen! Es ging darum, wo die Musikschule künftig untergebracht werden soll, denn die Stadt Wismar stellt den bisherigen Standort nicht mehr zur Verfügung. Und das hat seine Gründe – unter anderem ist eine Dachsanierung dringend notwendig, und der Brandschutz lässt auch zu wünschen übrig. Das alles kostet die Stadt Wismar stolze 12 Millionen Euro.
Die LUL/PIRATEN-Fraktion hatte beantragt, die Schule direkt und dauerhaft ins DRK-Gebäude umzuziehen. Aber der Kreistag hat das abgelehnt und hält eine Übergangslösung für besser. So wird die Kreismusikschule bis Sommer 2031 im aktuellen Gebäude des Kinder- und Jugendzentrums Wismar untergebracht. Aber auch diese Entscheidung hat ihre Tücken. Ab September 2027 kann nämlich das bisherige Musikschulgebäude nicht mehr genutzt werden. Ein bisschen chaotisch, wenn ihr mich fragt!
Die Übergangslösung und ihre Herausforderungen
Der Umzug ins Kinder- und Jugendfreizeitzentrum wird mit 1,4 Millionen Euro zu Buche schlagen – das ist die günstigste Lösung, die man finden konnte. Wer hätte gedacht, dass eine Containerlösung am Stadtrand rund 3,5 Millionen Euro gekostet hätte? Oder dass das DRK-Gebäude im Friedenshof ebenfalls teurer gewesen wäre? Es ist schon verrückt, wie die Zahlen hier jongliert werden.
Aber es gibt auch Kritik: Das Freizeitzentrum muss für den Umzug in die Räume des ehemaligen Filmbüros umziehen, das ist etwa anderthalb Kilometer entfernt und bietet weniger Platz. In den sozialen Medien haben einige Eltern und Kritiker bereits die räumliche Verschlechterung bemängelt. Die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in diesen Entscheidungsprozess lässt auch zu wünschen übrig. Man fragt sich, ob hier wirklich die beste Lösung getroffen wurde oder ob einfach die günstigste Variante den Ausschlag gegeben hat.
Ein Blick über den Tellerrand
Wenn man sich die Situation der Kreismusikschule Teltow-Fläming anschaut, wird einem das Ganze noch klarer. Diese Schule, die nach einer Brandschutzsanierung wiedereröffnet wurde, gilt als „Leuchtturm“ der kulturellen Bildung im Landkreis. Dort waren die Gesamtkosten der Sanierung rund 1,26 Millionen Euro – und die Schule hat es geschafft, in neuen, brandschutzkonformen Räumen zu unterrichten. Ein schöner Erfolg, der hier in Nordwestmecklenburg noch in weiter Ferne scheint.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Übergangslösung hier entwickeln wird. Der Landkreis plant, dass die Musikschule ab dem Schuljahr 2031/32 in das Gebäude der Kreisvolkshochschule umzieht. Hoffen wir, dass bis dahin alle Mängel beseitigt sind und die Schüler endlich wieder in einem angemessenen Umfeld lernen können. Ein bisschen mehr Klarheit und weniger Chaos wären da wirklich wünschenswert!