Am 14. April 2026 wird Pasewalk zum Schauplatz eines brisanten Themas, das viele von uns betrifft: den Ärztemangel, insbesondere in ländlichen Regionen. Die Veranstaltung findet im Kulturforum „Historisches U“ statt, und sie hat einen klaren Fokus: Wie kann die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern gesichert werden? Ein brennendes Thema, das nicht nur die Politik beschäftigt, sondern auch unsere tägliche Lebensqualität beeinflusst.

Laut einer aktuellen Umfrage des MV-Trend zur Landtagswahl, die im Januar 2026 durchgeführt wurde, stehen Gesundheitswesen und Pflege ganz oben auf der politischen Agenda. Wer hätte gedacht, dass die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung so oft zu langen Wartezeiten und einer enormen Belastung für Praxen und Krankenhäuser führen? Die Podiumsdiskussion verspricht spannende Einblicke: Mit dabei sind Kai Firneisen von der Asklepios-Klinik Pasewalk, Professorin Ivonne Honekamp von der Hochschule Stralsund, Thomas Kliewe von HaffNet und die Hausärztin Sabine Meinhold aus Ueckermünde. Moderiert wird das Ganze von Claudia Krüger und Michael Elgaß vom NDR Haff-Müritz-Studio.

Ein komplexes Problem

Die Bedarfsplanung der ambulanten medizinischen Versorgung ist ein zentrales Element im deutschen Gesundheitssystem. Sie zielt darauf ab, jedem Bürger einen geeigneten Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, wo demografische und geografische Herausforderungen eine Rolle spielen, ist dies besonders wichtig. Das Land hat mit einer alternden Bevölkerung und ländlich geprägten Regionen zu kämpfen, was die Verteilung von Ärzten zu einer echten Herausforderung macht. Die Optimierung der ambulanten medizinischen Angebote ist dabei keine reine wirtschaftliche Überlegung, sondern eine Notwendigkeit.

Aktuell sind über 5.000 Hausarztsitze in Deutschland unbesetzt. Eine erschreckende Zahl, die uns alle betrifft. Vor allem in Kleinstädten und ländlichen Gebieten wird die Situation sich in den kommenden Jahrzehnten noch verschlechtern. Das Barmer-Institut für Gesundheitsforschung und die Bertelsmann-Stiftung haben prognostiziert, dass ein Viertel der Hausärztinnen und Hausärzte innerhalb der nächsten fünf Jahre aus Altersgründen ausscheiden will. Und viele junge Mediziner arbeiten lieber in Teilzeit oder ziehen Anstellungen vor – eigene Praxen erscheinen vielen als zu riskant.

Die Veranstaltung im Fokus

Die Diskussion beim NDR MV Talk vor Ort wird live auf ndr.de/talkvorort und in der NDR MV App mit Untertiteln übertragen, sodass auch diejenigen, die nicht vor Ort sein können, die Chance haben, sich über die Entwicklungen zu informieren. Doch die Tickets sind bereits vergriffen – ein Zeichen dafür, wie groß das Interesse an diesem Thema ist. Einlass ist bereits ab 19:15 Uhr, und um 20:00 Uhr geht es dann richtig los.

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Es bleibt zu hoffen, dass aus solchen Diskussionen konkrete Maßnahmen hervorgehen, die die Situation auf dem Land nachhaltig verbessern. Denn eines ist klar: Wenn wir nicht handeln, wird die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern und weit darüber hinaus, nur noch schwieriger werden. Und wir sollten uns alle fragen: Wer kümmert sich um uns, wenn die wenigen, die da sind, in den Ruhestand gehen?