In Pasewalk gibt es zurzeit einen ganz besonderen Aufreger: Der Pappendorfer Kirchturm, der seit Jahren als gefährlich eingestuft wird, steht nun vor einer umfassenden Notsicherung. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Das ist schon eine ordentliche Summe, und die Kirchengemeinde muss sich nun um die Finanzierung kümmern. Sie kann höchstens 5.000 Euro Eigenmittel aufbringen – das klingt nach einer echten Herausforderung!

Die Maßnahmen zur Sicherung des Turms sind alles andere als trivial. Ein Gerüst wird aufgebaut, die Haube des Turmes muss abgenommen werden, und der einsturzgefährdete Bereich muss zurückgebaut werden. Auch der Bau eines Notdaches steht an, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sicherheitsmaßnahmen mit einer Mauer aus Industriesäcken sollen helfen, den Turm während der Arbeiten abzusichern. Die Notsicherung beginnt nächste Woche, und die Arbeiten sollen bis Ende Juli oder Anfang August abgeschlossen sein. Die Ortsdurchfahrt Papendorf (B104) bleibt solange gesperrt – was die Verkehrssituation vor Ort sicherlich nicht einfacher macht.

Die Kirche als Dorfmittelpunkt

Die Kirche in Papendorf, die schon lange nicht mehr genutzt wird, ist ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens. Die Sicherungsarbeiten sind nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch ein Schritt, um die Kirche wieder für Gottesdienste und Veranstaltungen zugänglich zu machen. Vorpommern-Staatssekretär Heiko Miraß (SPD) hat weitere 5.000 Euro für die Notsicherung avisiert, und der Kirchenkreisrat plant, der Kirchengemeinde Hetzdorf ein zinsloses Darlehen zur Verfügung zu stellen. Man fragt sich, wie viel Unterstützung letztlich zusammenkommt, um das historische Gebäude zu retten.

Die Statik des Turms ist bedenklich – Balken im Fachwerkteil sind stark geschädigt und teilweise herausgebrochen. Ein Holzschutzgutachten hat diese Mängel klar aufgezeigt und bestätigt, dass der Turm nicht standsicher ist. Die Versicherung wird allerdings keine Kosten übernehmen, was die Situation für die Kirchengemeinde zusätzlich erschwert. Es ist schon ein bisschen traurig, dass ein so bedeutendes Bauwerk in einem solchen Zustand ist, und das obwohl bereits Sicherungen geplant waren.

Ein ungewisser Weg zur Rettung

Die unklare Kostenfrage durch die Straßensperrung der B104 und wer die finanziellen Lasten trägt, ist ein weiterer Punkt, der die Situation kompliziert macht. Die Gespräche mit verschiedenen Institutionen und der Vize-Landtagspräsidentin Beate Schlupp (CDU) am Donnerstagnachmittag sollen helfen, Klarheit zu schaffen. Die Hoffnung ist, dass der Kirchturm, der als Wahrzeichen des Dorfes fungiert, bald wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

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Die Sorgen um die Sicherheit der Kirche sind zwar berechtigt, aber sie bringen auch die Gemeinschaft zusammen. Die Sanierung könnte das Dorfleben beleben und die Kirche als sozialen Mittelpunkt zurückerobern. Die Menschen in Papendorf hoffen auf eine positive Wendung, denn eine lebendige Gemeinde braucht auch einen lebendigen Gottesdienstort.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Eines ist jedoch sicher: Der Pappendorfer Kirchturm ist ein Symbol für die Herausforderungen, vor denen viele Gemeinden in Norddeutschland stehen. Wenn es gelingt, die notwendigen Mittel aufzubringen und die Sanierung erfolgreich durchzuführen, könnte das nicht nur den Kirchturm, sondern das ganze Dorf wieder aufblühen lassen.