In Schwerin tut sich was! Das Mecklenburgische Staatstheater bleibt bis zum Jahresende im Theaterzelt und das hat seine Gründe. Während die Bauarbeiten im Großen Haus, die im Frühsommer 2025 begonnen haben, planmäßig verlaufen – trotz so mancher Herausforderung, wie einem ungebetenen Wasserschaden – wird das Publikum im Zelt bestens unterhalten. Generalintendant Hans-Georg Wegner hat großartige Neuigkeiten: Ab März 2027 dürfen wir uns auf die Rückkehr ins sanierte Große Haus freuen! Die erste Premiere dort wird am 9. April mit William Shakespeares „Der Sturm“ gefeiert. Ein Stück, das nicht nur die Wellen der Ostsee zum Schäumen bringen könnte, sondern auch die Herzen der Theaterbesucher!
Doch bis es soweit ist, bietet das Theaterzelt eine Bühne für aufregende Aufführungen. Die Spielzeit beginnt dort am 11. September mit der Beethoven-Oper „Fidelio“. Und weiter geht’s mit „Samson et Dalila“ am 17. Oktober, Senecas „Thyestes“ am 25. September und „Walpurgisnacht: Das Erwachen“ ab 30. Oktober. Ein spannendes Programm, das die Vorfreude nur noch mehr anheizt!
Ein Blick ins Theaterzelt
Das Theaterzelt in Schwerin ist kein gewöhnliches Zelt; es ist ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs. Der Aufbau begann am 17. März 2025 und wird bis Anfang Juni 2025 mit einer technischen Einrichtung des Hauptzeltes und zwei Nebenzelten vollendet. Mit einer Gesamtfläche von 2.200 m² – das Hauptzelt allein hat Platz für etwa 500 Besucher – ist es großzügig und barrierefrei gestaltet. Und hey, die Bühne misst 11,5 x 11,5 Meter, genau wie die Portalbreite im Großen Haus, sodass die Inszenierungen nahtlos weitergeführt werden können.
Die erste Premiere im Zelt wird Franz Lehárs „Die lustige Witwe“ am 27. Juni 2025 sein – und insgesamt sind 11 Vorstellungen bis zum 3. August 2025 geplant. Das Publikum kann sich auf ein buntes Programm freuen, das nicht nur Opern, sondern auch Schauspiel und Ballett umfasst. Apropos Ballett: Am 27. Februar 2026 wird die Aufführung „New Ground I“ in der MHalle das Publikum verzaubern.
Ein neues Kapitel für das Theater
Der Wechsel zur neuen Spielstätte kommt nicht ohne Veränderungen. Thomas Ott-Albrecht, der Intendant des Jungen Staatstheaters, geht in den Ruhestand und Julia Sontag wird die Geschicke interimistisch leiten. Ein neuer Künstlerischer Direktor für das Parchimer Theater wird ab 1. Januar 2027 ernannt, und bis dahin wird Dominik Beykirch als „Conductor in residence“ für musikalische Leitung sorgen. Es bleibt spannend, was die Zukunft für das Mecklenburgische Staatstheater bereithält, zumal eine Entscheidung zur Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor für die Staatskapelle für 2026 erwartet wird.
In der MHalle sind verschiedene Produktionen geplant, darunter die Fritz-Reuter-Bühne, die mit drei Premieren ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Mit „As in’n Häben“ am 16. Oktober, „De Danzstunn“ am 24. Februar und „Uns Fritzing“ am 16. April wird das Jubiläum gebührend gefeiert.
Kultur und Gemeinschaft
Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat sich zur Aufgabe gemacht, die kulturelle Vielfalt und die Qualität an den bisherigen Standorten zu sichern. Im Rahmen des Theaterpakts, der 2018 ins Leben gerufen wurde, engagieren sich Landesregierung, kommunale Träger und Intendanten für die Zukunft der Theater und Orchester. Die Zusammenarbeit soll gestärkt werden, während das Volkstheater Rostock seine Eigenständigkeit behält. Ein Ansatz, der die Theaterlandschaft in der Region nachhaltig sichern soll.
Mit einem aufregenden Programm, frischem Wind in der Leitung und einem klaren Fokus auf die kulturelle Zukunft ist das Mecklenburgische Staatstheater auf einem guten Weg. Und wer weiß, vielleicht gibt es bald auch neue Parkmöglichkeiten für die Theaterbesucher!