Heute, am 9. Juni 2026, wird in Parchim ein ganz besonderes Projekt präsentiert, das den kleinen Zuschauern viel mehr bieten möchte als nur ein unterhaltsames Theaterstück. David Stöhr und sein engagiertes Ensemble haben sich dem Thema gewidmet, das viele Familien betrifft: die psychischen Erkrankungen von Eltern und deren Auswirkungen auf Kinder. Die Uraufführung von „Nicht von dieser Welt – oder der Astronaut muss weiter“ verspricht nicht nur ein eindrucksvolles Schauspiel, sondern auch eine wertvolle Botschaft für die jungen Zuschauer. Es geht darum, den Kindern zu vermitteln, dass sie mit ihren Gefühlen nicht allein sind und dass es wichtig ist, Hilfe zu suchen. Ein Thema, das durch die Titel von Kinderbüchern wie „Mamas Monster“ oder „Was ist bloß mit Mama los?“ nur allzu deutlich wird.
Das Theaterstück thematisiert die Grenzen kindlicher Handlungsmacht und zeigt, wie wichtig es ist, Unterstützung zu suchen. David Stöhr, ein studierter Psychologe und Schauspielregisseur, arbeitet eng mit seinem Ensemble zusammen, um den betroffenen Kindern und ihren Familien eine Stimme zu geben. Regelmäßige Aufführungen in psychosozialen Zentren sind Teil seiner Arbeit, um das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen. Die Premiere in Parchim ist Teil einer Kooperation zwischen dem Jungen Staatstheater Parchim, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und dem GKV – Bündnis für Gesundheit. Dies alles wird durch Fördergelder der gesetzlichen Krankenkassen des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert, was zeigt, wie wichtig dieses Projekt für die Gesellschaft ist.
Ein Blick auf die Bedürfnisse der Kinder
Die emotionalen Belastungen, die Kinder erleben, wenn ein Elternteil psychisch erkrankt ist, sind oft enorm. Sie fühlen sich allein gelassen und suchen nach Antworten. Doch das Projekt „STARK!“ aus Frankfurt, das 2020 in Kooperation mit der Metzler-Stiftung ins Leben gerufen wurde, zeigt, dass es wichtig ist, diesen Kindern zu helfen. Hier wird nicht nur ein offenes Ohr geboten, sondern auch aktiv Unterstützung geleistet. Kinder und Jugendliche, deren Eltern psychisch krank oder suchterkrankt sind, benötigen dringend Hilfe, und genau hier setzt „STARK!“ an. Es ist das einzige Angebot in Frankfurt, das Familien direkt zu Hause aufsucht.
Die Kleingruppen, die im Rahmen dieses Projekts gebildet werden, ermöglichen den Kindern, ihre Erfahrungen zu teilen und miteinander zu spielen. Bei Bastelaktionen und Ausflügen können sie einfach mal Kind sein und die Sorgen für einen Moment hinter sich lassen. Die Angebote sind kostenlos und werden ausschließlich durch Spenden finanziert, was die Notwendigkeit des Projekts unterstreicht. Die Kombination aus Entlastung für die Kinder und Unterstützung für die Eltern zielt darauf ab, die Stabilität der Familie zu fördern.
Ein Theater für alle
Die Vorstellungen in der M*Halle in Parchim sind mobil und für die Zuschauer kostenfrei buchbar – eine tolle Gelegenheit, um mehr über die Herausforderungen und die Stärke dieser Familien zu erfahren. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen beginnt am ersten Kassenöffnungstag des Vormonats, und es werden regelmäßig neue Spieltermine bekannt gegeben, was die Vorfreude nur steigert. Die Kinder und ihre Familien sollen spüren, dass es einen Platz für sie gibt, und dass ihre Geschichten gehört werden. Die Theateraufführungen sind nicht nur Kunst, sie sind eine Art von Therapie und Unterstützung in einem. Die Atmosphäre in solchen Momenten ist oft emotional aufgeladen, voller Hoffnung und manchmal auch Trauer, aber vor allem voller Gemeinschaft.
Die Kombination aus Theater und psychosozialer Unterstützung zeigt, dass Kunst eine mächtige Waffe im Kampf gegen das Schweigen rund um psychische Erkrankungen sein kann. Die Initiatoren dieser Projekte setzen sich dafür ein, dass die Stimmen dieser Kinder gehört werden. Sie sind nicht allein, und es gibt Menschen, die sich um sie kümmern.