Heute ist der 17.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die turbulente Situation rund um den Peetschsee in Neustrelitz. Eine Bürgerin aus dem kleinen Ort Peetsch hat sich bei der Stadtvertretung Mirow zu Wort gemeldet und macht einen recht ernsten Vorwurf: Benzin-Motorboote hätten eine unschöne Öllache im Peetschsee verursacht. Das ist besonders problematisch, denn dieser See, auch liebevoll Märchensee genannt, liegt in einem Naturschutzgebiet. Das bedeutet, dass hier nicht einfach jeder mit seinem Motorboot herumcruisen kann.
Die Schutzverordnung ist klar: Der Peetschsee ist nur für bestimmte Boote freigegeben – meistens sind das Elektroboote. In der Umgebung kann man auf dem Vilzsee oder Mirower See zwar motorisiert unterwegs sein, doch auch dort gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen. Anwohner und Naturfreunde äußern seit Jahren den Wunsch nach einer Schranke oder einem Poller, um das Durchfahrt-Verboten-Schild zu verstärken. Schließlich wird es immer wieder missachtet. Die engagierte Bürgerin beobachtet die missratene Situation am Peetscher Strand und kümmert sich ehrenamtlich um die Pflege des Areals. Doch ihr Engagement wird nicht immer mit offenen Armen empfangen – im Gegenteil, sie berichtet von Beleidigungen, wenn sie auf die Missstände hinweist. Irgendwie traurig, oder?
Ein Ort von großer Bedeutung
Der Peetschsee, das sind nicht nur ein paar Wasserflächen und Bäume. Dieser besondere Ort in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Fläche von 166 Hektar und ist von großer ökologischer Bedeutung. Hier leben zahlreiche Vogelarten, die den See als Nahrungs-, Brut- und Rasthabitat nutzen. Der Zustand des Gebietes ist jedoch alles andere als gut. Nährstoffeinträge und die Entwässerung der Moorbereiche setzen der Natur zu. Einzig das Bemühen um Renaturierung, durch Maßnahmen wie die Anhebung des Seespiegels, könnte hier Abhilfe schaffen. Doch das bleibt abzuwarten.
Die Entstehung des Sees liegt über 10.000 Jahre zurück, als er aus einem Toteisblock entstand. Über die Jahrhunderte hat man den See immer wieder verändert, unter anderem wurde er 1780 über den Hullergraben entwässert, was zu einer Absenkung und Teilung in Großen und Kleinen Peetscher See führte. An den Ufern wachsen Schilf, Rohrkolben und viele andere Pflanzen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch Lebensraum für viele Tiere bieten. Der Fischotter und der Seeadler fühlen sich hier wohl und das ist auch gut so.
Ein Aufruf zur Veränderung
Die Bürgerin fordert nicht nur mehr Schutz für den Peetschsee, sondern auch einen neuen Steg sowie neue Bänke am Strand. Die alten Plastebänke sind marode und laden nicht gerade zum Verweilen ein. Auch Stefan Räder von der AfD hat sich zu Wort gemeldet und regt an, die Polizei Neustrelitz über die illegale Nutzung des Sees zu informieren. Doch die Bürgerin ist skeptisch – wird die Polizei sich wirklich um solche Delikte kümmern? Das bleibt zu hoffen. Melanie Butte vom Amt für Ordnung und Sicherheit hat die Hinweise der engagierten Anwohnerin ernst genommen, und vielleicht bringt das ja endlich Bewegung in die Sache.
Schutzgebiete wie der Peetschsee sind nicht nur ein Rückzugsort für wildlebende Tiere und Pflanzen, sie stellen auch einen hohen Wert im deutschen Naturschutz dar. Es gibt verschiedene Kategorien von Schutzgebieten, und der NABU bietet dazu viele Informationen an. Ein bisschen mehr Achtsamkeit und Engagement könnte helfen, diese wertvollen Flächen zu bewahren und zu schützen. Vielleicht ist jetzt der Moment, um gemeinsam für die Natur einzustehen und etwas zu bewegen. Schließlich ist der Peetschsee nicht nur ein Ort zum Entspannen, sondern auch ein wichtiges Stück Natur, das es zu bewahren gilt.