Ein aufregendes Jahr für das Landestheater Neustrelitz steht bevor! Am 23. Mai 2026 feiert die Premiere des Stücks „Spielt!“ das 250-jährige Bestehen des Theaters in Mecklenburg-Strelitz. Wer hätte gedacht, dass aus der Gründung des Neustrelitzer Hoftheaters durch Herzog Adolf Friedrich IV. im Jahr 1776 eine solch bewegte und abwechslungsreiche Theatergeschichte erwachsen würde? Die Höhen und Tiefen, die finanzielle Not und die Schließungen – all das hat das Theater geprägt und wird nun in einem fulminanten Stück zum Leben erweckt.

Dramaturg Oliver Lisewski hebt hervor, wie wichtig es ist, die deutsche Theatergeschichte in der Region abzubilden. Diese Geschichte ist im Karbe-Wagner Archiv des Landestheaters hervorragend dokumentiert. Für die Jubiläumsfeierlichkeiten ist auch eine Gesprächsrunde mit ehemaligen Intendanten, Schauspielern und Bühnenbauern geplant – eine Art Zeitreise durch die Erinnerungen, die sicher das ein oder andere Schmunzeln und vielleicht auch ein paar feuchte Augen hervorrufen wird.

Interaktive Erlebnisse und besondere Momente

Ein Highlight wird das interaktive Lichtsystem sein, das Regisseur Lars Scheibner zusammen mit Lichtkünstler Marcus Doering entwickelt hat. Hierbei wird der Fokus auf besondere Momente und Epochen in der Theatergeschichte gelegt. Im Foyer des Landestheaters wird es zudem ein Rahmenprogramm mit Ausstellungen und interaktiven Formaten geben, das die Besucher auf eine spannende Entdeckungsreise durch die letzten 250 Jahre mitnimmt. Eine Ausstellung zu Inszenierungen aus verschiedenen Jahrzehnten, unter anderem die beliebte Operette „Frau Luna“, wird ebenfalls nicht fehlen.

Und das ist noch nicht alles: Der NDR Podcast „Kunstkaten“ wird in einer Folge das Theaterjubiläum thematisieren. Ein weiteres interessantes Element wird der Abschluss des „Zyklus der Elemente“ mit dem Tanz-Epos „ERDE“ sein, der nicht nur die Sinne anspricht, sondern auch eine Debattenkultur etablieren möchte. So wird das Landestheater nicht nur zum Schauplatz von Kunst, sondern auch zu einem Raum für Diskussion und Austausch.

Ein Blick über den Tellerrand

Wem die Theatergeschichte in Neustrelitz nicht genug ist, der kann sich auf eine interessante Preisverleihung freuen: Am 22. November 2025 wird im Hörsaal des Instituts für Theaterwissenschaft der FU Berlin der Max-Herrmann-Dissertationspreis verliehen. Prof. Dr. Matthias Warstat und Dr. Wolfgang Jansen werden die Gäste begrüßen und Dr. Theresa Eisele wird die Laudatio halten. Der Preis geht an Dr. Maria Koch-Lüdke für ihre Dissertation über Vsevolod E. Meyerhold, einen der Hauptvertreter der Theateravantgarde des frühen 20. Jahrhunderts. Ihr Werk bietet faszinierende Einblicke in Meyerholds künstlerisches Schaffen und öffnet neue Perspektiven auf seine Theaterauffassungen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Verleihung erinnert nicht nur an Max Herrmann, den Gründer des Berliner Instituts für Theaterwissenschaft, sondern feiert auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Theatergeschichte. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die verschiedenen Aspekte der Theaterkunst – sowohl lokal in Neustrelitz als auch im größeren Kontext – miteinander verweben und zur weiteren Diskussion anregen. Theater ist schließlich mehr als nur eine Bühne; es ist ein lebendiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.