In Neustrelitz wird in diesem Jahr ein ganz besonderes Kapitel aufgeschlagen – 250 Jahre Theatergeschichte! Ja, das Theater Neustrelitz feiert sein beeindruckendes Jubiläum. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1776 zurück, als das erste feste Ensemble engagiert wurde. Wer hätte gedacht, dass aus diesem kleinen Anfang eine solch große Tradition erwachsen könnte? Die Feierlichkeiten haben mit der Premiere des Stücks „Spielt!“ am Samstagabend begonnen und versprechen viel mehr als nur Nostalgie. Es wird eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Theaters, durch Gründung, Schließung und Wiederbelebung, bis hin zu den dramatischen Ereignissen wie dem Niederbrennen und dem Wiederaufbau des Gebäudes.
„Spielt!“ ist nicht einfach nur ein Stück, es ist ein lebendiger Rückblick auf die Geschichte des Theaters in Neustrelitz und bringt alle Sparten des Theaters zusammen: Schauspiel, Musiktheater und Tanz. Die Inszenierung erfreut das Publikum mit bekannten Werken von Größen wie Mozart, Wagner, Orff und Weill. Nach der Premiere dürfen sich die Theaterliebhaber auf zwei weitere Vorstellungen freuen, die am 30. Mai und am 12. Juni stattfinden werden. Ein echtes Fest für die Sinne!
Gespräche über die Vergangenheit und die Zukunft
Doch das ist längst nicht alles! Am 29. April 2026 findet eine spannende Veranstaltung im Landestheater Neustrelitz statt. Der TOG-Talk mit dem Titel „250 Jahre Theater für die Seenplatte“ wird von Silvio Witt moderiert. Hier kommen wichtige Persönlichkeiten zusammen, um über die Vergangenheit und die Zukunft des Theaters zu plaudern. Mit dabei sind Ralf-Peter Schulze, der Intendant von 1998 bis 2011, und Stefan Malzew, der Generalmusikdirektor von 2002 bis 2015. Auch Regine Sacher, die erste „Königin Luise“, und viele andere ehemalige Mitglieder des Ensembles geben interessante Einblicke in ihre Zeit am Theater.
Das Publikum ist herzlich eingeladen, eigene Geschichten und Anekdoten beizutragen. Das ist eine großartige Gelegenheit, um Erinnerungen aufleben zu lassen und vielleicht auch das ein oder andere Schmunzeln hervorzurufen. Um 18:30 Uhr wird eine Fotoausstellung eröffnet, die Inszenierungen der laufenden Spielzeit und der letzten 70 Jahre vergleicht. Der Eintritt ist frei – ein echter Leckerbissen für alle Theaterfreunde!
Theater, das über die Grenzen hinaus wirkt
Das Theater hat nicht nur in Neustrelitz eine lange Geschichte, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Landschaft in Deutschland. Die Preisverleihung des Max-Herrmann-Dissertationspreises 2025, die am 22. November 2025 im Hörsaal des Instituts für Theaterwissenschaft der FU Berlin stattfindet, zeigt, wie lebendig und bedeutend das Theater auch heute noch ist. Dr. Maria Koch-Lüdke wird für ihre Dissertation „Theaterkunst in Russland zwischen Fin de Siècle und Avantgarde“ geehrt, was die Relevanz von Theaterwissenschaft unterstreicht.
Die Auszeichnung erinnert an den Gründer des Berliner Instituts für Theaterwissenschaft, Max Herrmann, der 1942 im KZ Theresienstadt starb. Sein Vermächtnis lebt weiter, indem es die Wichtigkeit des Theaters und der Theaterforschung in der heutigen Zeit betont. Theater ist mehr als nur Unterhaltung; es ist ein Spiegel unserer Gesellschaft, unserer Geschichte und unserer Emotionen.