Heute ist der 22.04.2026. In Mecklenburg-Vorpommern wird ein wichtiges Hilfsangebot für Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, aktiv unterstützt. Das Männerhilfetelefon, welches seit sechs Jahren in Betrieb ist, hat sich als unverzichtbare Anlaufstelle etabliert. Justizministerin Jacqueline Bernhardt hebt die Bedeutung dieses Hilfsangebots hervor und betont, dass Mecklenburg-Vorpommern bereits seit über vier Jahren an diesem Projekt beteiligt ist.

Im Jahr 2025 haben über 4.050 Männer die kostenlose telefonische Beratungsstelle genutzt. Die kontinuierlich steigenden Beratungszahlen zeigen, dass das Angebot dringend benötigt wird – in 2024 waren es bereits 4.037 Kontakte und 2025 stieg die Zahl auf 4.051, was etwa 11 Anrufen pro Tag entspricht. Dieses Engagement zielt darauf ab, die Zahl der gewaltbetroffenen Männer zu verringern und die Dunkelziffer durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sichtbar zu machen.

Hintergrund und Unterstützung

Das Männerhilfetelefon wurde als Reaktion auf die Istanbul-Konvention eingerichtet, die am 1. Februar 2018 in Kraft trat. Diese internationale Vereinbarung schützt alle von häuslicher Gewalt betroffenen Personengruppen. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ gemeinsam mit anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Jährlich fließen 5.000 Euro aus dem Landeshaushalt in die Unterstützung dieses wichtigen Angebots.

Die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die Zahl der von häuslicher Gewalt betroffenen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auf 5.204 Fälle angestiegen ist, wobei in jedem vierten Fall das Opfer männlich war. Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen Anlaufstelle für betroffene Männer.

Erreichbarkeit und Kontakt

Das Männerhilfetelefon ist unter der Nummer 0800 123 99 00 erreichbar und bietet eine vertrauliche und kostenlose Beratung an. Seit der Einführung des Angebots am 22. April 2020 in Nordrhein-Westfalen und Bayern können Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, hier Unterstützung finden. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und betroffenen Männern eine Stimme zu geben.

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Insgesamt zeigt das Männerhilfetelefon, dass es einen erheblichen Bedarf an Unterstützung für Männer gibt, die unter häuslicher Gewalt leiden. Die steigenden Zahlen der Beratungen und die kontinuierliche Förderung des Angebots sind ein Zeichen dafür, dass die Gesellschaft langsam beginnt, die Gewalt gegen Männer ernst zu nehmen und entsprechende Hilfsangebote bereitzustellen.