Endlich hat der Sommer seine Pforten geöffnet! Mit dem Pfingstwochenende beginnt an den Stränden von Mecklenburg-Vorpommern die neue Wachsaison der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Es ist die Zeit, in der die Rettungsschwimmer wieder in ihren Wachtürmen Platz nehmen, um für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen. In Vorpommern sind die ersten Wachtürme bereits seit Mitte Mai besetzt – vor allem in beliebten Orten wie Prerow, Binz und Koserow. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man beim Baden nicht allein ist und jemand die Augen aufhält.
Die DLRG hat die ruhige Zeit vor dem Ansturm der Urlauber genutzt, um sich optimal vorzubereiten. Boote wurden gecheckt, Bojen gesetzt und die Wachtürme für die kommende Saison ausgestattet. Wie ein gut geöltes Rad laufen die Vorbereitungen, denn bis Ende Mai sollen schrittweise weitere Strandabschnitte in den Wachdienst aufgenommen werden. Schließlich bewerben sich jedes Jahr rund 1.600 Rettungsschwimmer, die bereit sind, ihr Leben für die Sicherheit anderer einzusetzen. An insgesamt knapp 90 Wachtürmen entlang der Ostseeküste ist der Einsatz der DLRG gefragt.
Ein Blick über die Küsten
Doch nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern wird angepackt – die DLRG hat ihre Wachsaison an den Stränden von Borkum bis Usedom eröffnet. Die ersten Stationen auf Borkum und Langeoog haben bereits am 25. April ihre Tore geöffnet. Bis Ende Mai werden etwa 75% der 81 DLRG-Stationen in Betrieb sein, und das ist eine Menge! Der Rest folgt dann im Juni und Juli. Auf Borkum beispielsweise bleibt der Wachdienst bis Mitte Oktober aktiv. Es ist also nicht nur zu Pfingsten eine gute Idee, die Strände zu besuchen!
Ein kleiner Hinweis: Schwimmer sollten stets auf die Strand-Sicherheitsflaggen achten. Eine gelb-rote Flagge bedeutet, dass Rettungsschwimmer im Dienst sind, während eine rote Flagge Lebensgefahr signalisiert. Sicherheit geht vor – das ist das Motto der DLRG. Und die Zahlen sprechen für sich: In der letzten Saison waren über 7.000 Rettungsschwimmer im Einsatz, und das oft gleichzeitig in der Hochsaison. Das kann man sich kaum vorstellen, aber die durchschnittliche Einsatzzeit der Rettungsschwimmer ist gesunken – von knapp 14 Tagen auf weniger als 10 Tage. Da ist es kein Wunder, dass die DLRG vor allem in der Vor- und Nebensaison noch Verstärkung sucht.
Ein besorgniserregendes Thema
Das Thema Sicherheit am Wasser ist besonders wichtig. Im Jahr 2022 ertranken in Deutschland mindestens 393 Menschen, was zwar 18 weniger als im Jahr 2021 war, dennoch eine alarmierende Zahl darstellt. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Juni, was die Notwendigkeit von aufmerksamen Rettungsschwimmern unterstreicht. Ute Vogt, Präsidentin der DLRG, warnte davor, dass bei weiterhin sonnigem Wetter in der Hauptferienzeit ein Anstieg der Opferzahlen zu erwarten wäre. An einem einzelnen Wochenende im Juni ertranken 15 Menschen beim Baden – das ist eine erschreckende Statistik.
Das Wasser hat seine eigene Magie, aber es birgt auch Gefahren. Jeder sollte sich der Risiken bewusst sein und die Sicherheitsmaßnahmen ernst nehmen. Ganz gleich, ob man an der Ostsee planscht oder am Binnensee schwimmt – die DLRG ist da, um zu helfen. Also, liebe Badegäste: Genießt den Sommer, aber denkt daran, dass Sicherheit immer an erster Stelle steht! Und wer selbst gerne aktiv werden möchte, sollte sich überlegen, ob eine Bewerbung bei der DLRG nicht eine spannende Herausforderung wäre. Wer weiß, vielleicht wird man ja selbst zum Lebensretter!