In der malerischen Stadt Greifswald hat kürzlich eine bedeutende Preisverleihung stattgefunden, die die herausragenden Leistungen von Vereinen und Persönlichkeiten in der Kulturförderung würdigt. Der Verein „Nave Randow“ aus Blankensee, im Landkreis Vorpommern-Greifswald, wurde mit dem Kulturpreis des Landkreises ausgezeichnet. Dieser Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und würdigt die wertvolle Arbeit des Vereins, der aus einem Dorf-Theaterprojekt hervorging und Kindern sowie Jugendlichen in der Uecker-Randow-Region und der Uckermark die Möglichkeit bietet, eigene Filme zu realisieren. Die Teilnehmer werden dabei umfassend begleitet – von der Beantragung von Fördergeldern über das Schreiben von Drehbüchern bis hin zur Umsetzung ihrer kreativen Ideen.
Ein weiterer Preisträger, der für sein Engagement gewürdigt wurde, ist Christian Holm, ein Schauspieler und Theaterpädagoge aus Greifswald. Holm hat mit dem Jugendensemble der Stadt mehrere Theaterstücke inszeniert, darunter das Stück „Der Wald in meinem Kopf (oder Friedrich for Future)“, das im Rahmen des Caspar David Friedrich-Jubiläumsjahres 2024 besondere Beachtung fand. Auch sein wöchentliches Poetry Slam-Format in Greifswald hat dazu beigetragen, die lokale Kulturszene zu bereichern und jungen Menschen eine Plattform zum kreativen Ausdruck zu bieten.
Kinder und Jugendliche im Fokus
Bei der Auswahl der Preisträger wurde in diesem Jahr besonders die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt. Diese Auszeichnung fand im Rahmen des Fachtags Kultur in Jarmen statt und zeigt, wie wichtig die Förderung junger Talente für die kulturelle Landschaft ist.
Ein weiteres Zeichen für das Engagement in der Region setzt das Projekt „Jugendclub to Go“ des Kinder- und Jugendbeirates (KiJuBe) Torgelow, das beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis gleich mit zwei Auszeichnungen in der Kategorie „Solidarisches Miteinander“ glänzen konnte. Die Preisverleihung fand im Europa-Park in Rust statt, einer der renommiertesten Veranstaltungen für Kinder- und Jugendprojekte in Deutschland. Insgesamt hatten sich 120 Projekte aus dem ganzen Land beworben, und die Torgelower Delegation erreichte mit ihrer Initiative den zweiten Platz, was mit einem Preisgeld von 3.000 Euro honoriert wurde.
Eine unvergessliche Reise
Die Delegation aus Torgelow, bestehend aus Fynn Malonn, Anni Varamann, Hannah Sydow, Emily Oelsner, Birgit Falk und Peter Fels (ModeratorInnen des KiJuBe), beschreibt die Reise zur Preisverleihung als unvergesslich. Sie reisten 958 Kilometer, was eine 11-stündige Fahrt hin und 13 Stunden zurück bedeutete – sie waren die am weitesten angereisten Teilnehmer. Neben der finanziellen Anerkennung erhielt KiJuBe auch den Jugend Award des Europa-Parks, ebenfalls mit 3.000 Euro dotiert, und wurde von Miriam Mack, einem Mitglied der Gründerfamilie des Europa-Parks, ausgezeichnet.
Wertschätzung für Kinderrechte
Der Deutsche Kinder- und Jugendpreis, der seit 2004 jährlich vom Deutschen Kinderhilfswerk verliehen wird, zielt darauf ab, Projekte zu würdigen, die sich für die Umsetzung der Kinderrechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention einsetzen. Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Europa-Park in Rust statt und bietet den eingeladenen Kindern und Jugendlichen nicht nur einen feierlichen Rahmen, sondern auch die Möglichkeit, Spaß und Action zu erleben. Dieses Jahr fand die Auszeichnung am 22. Juni statt, und die Kategorien umfassen politisches Engagement, solidarisches Miteinander sowie Kinder- und Jugendkultur.
Die jüngsten Auszeichnungen sind ein klarer Beleg dafür, wie engagiert und kreativ die Menschen in Norddeutschland sind, wenn es darum geht, die nächste Generation zu fördern und ihre Talente zu unterstützen. Die Kulturpreise und die Ehrung von Projekten wie dem KiJuBe zeigen, dass die Zukunft der Kultur in guten Händen ist.