In einem erfreulichen Schritt für die Sportlandschaft in Vorpommern fließen mehr als zehn Millionen Euro in die Sanierung kommunaler Sportanlagen. Diese Fördersumme, die aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz bereitgestellt wird, kommt Städten wie Greifswald, Anklam, Eggesin, Grimmen und Gützkow zugute. Die Unterstützung ist Teil des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“, das darauf abzielt, die Lebensqualität in den Gemeinden durch moderne und sichere Sporteinrichtungen zu erhöhen.
Besonders hervorzuheben ist die Unterstützung für das Greifswalder Volksstadion, das mit knapp acht Millionen Euro eine umfassende Sanierung erfahren wird. Auch die anderen Städte profitieren: Anklam erhält 450.000 Euro für die Sanierung der Tartanbahn im Stadion, während Eggesin 1,2 Millionen Euro für die Renovierung des Sportplatzes an der Lützowstraße zur Verfügung stehen. Grimmen und Gützkow können sich über 250.000 Euro bzw. mehr als 300.000 Euro für die Sporthalle und das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion freuen.
Fördermöglichkeiten im Detail
Die Beantragung der Fördermittel erfolgt über verschiedene Zuwendungsbereiche, die zum Teil fristgebunden sind. Für den Zuwendungsbereich I, der unter anderem die Förderung von Vorhaben des Landessportbundes umfasst, müssen Anträge bis zum 31. März eines jeden Jahres elektronisch eingereicht werden. Hierbei ist ein gewisses Maß an Planung und Vorbereitung gefragt, da alle relevanten Unterlagen gemäß einer Checkliste beizufügen sind.
In den Zuwendungsbereich II fallen Bauvorhaben, die durch kommunale und gemeinnützige Träger realisiert werden. Diese Anträge können jederzeit an das zuständige Ministerium gerichtet werden, welches den sportfachlichen Bedarf prüft und gegebenenfalls an die Bewilligungsbehörde weiterleitet. Auch Informationen für gemeinnützige Sportorganisationen sind über die Stadt- und Kreissportbünde erhältlich, die bei der Antragstellung unterstützend zur Seite stehen.
Ein Blick in die Zukunft
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ hat insgesamt fast 22 Millionen Euro für 14 Einzelvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages ist mit der Bewertung der Förderanträge betraut. Philipp Amthor (CDU) und andere Abgeordnete setzen sich aktiv für die Anträge aus MV ein, um die sportliche Infrastruktur weiter zu verbessern.
In den kommenden Jahren sollen sogar bis zu einer Milliarde Euro bereitgestellt werden, um die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten voranzutreiben. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der baulichen Sanierung, sondern auch auf der energetischen Effizienz der Einrichtungen, die nach Abschluss der Arbeiten definierten Standards entsprechen müssen. Dies schließt die Umwandlung von Sportfreianlagen, etwa in Kunstrasenplätze, mit ein.
Für alle Städte, Gemeinden und Landkreise, die Eigentümer von Sportanlagen sind, besteht die Möglichkeit, bis zum 15. Januar 2026 Projektskizzen digital einzureichen. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung einer modernen und attraktiven Sportlandschaft in Vorpommern gemacht, die nicht nur den Bedürfnissen der Vereine, sondern auch der Bevölkerung gerecht wird.