In Greifswald wird derzeit fleißig an der Modulschule in der Feldstraße gearbeitet, die innerhalb von nur zwei Tagen errichtet wurde. Diese Interimsschule soll pünktlich zum Schuljahresbeginn 2026/27 ihre Türen öffnen und zunächst zwei erste Klassen für maximal 96 Kinder aufnehmen. Der Bau begann bereits im Februar 2026 mit der Erschließung des Geländes, wobei die ursprünglichen Kosten von 1,4 Millionen Euro mittlerweile optimistisch nach unten korrigiert werden könnten. Ein Umzug in das neue Schulzentrum „Am Ellernholzteich“ ist für 2028 geplant und verspricht eine moderne Lernumgebung.

Das pädagogische Konzept der Modulschule wird offen gestaltet, was Eltern, Lehrkräfte und Kinder aktiv in die Gestaltung ihrer Lernumgebung einbindet. In Kooperation mit der Karl-Krull-Schule wird ein gemeinsames pädagogisches Profil entwickelt. Die Schule selbst wird über vier Unterrichtsräume auf zwei Etagen verfügen, ergänzt durch spezielle Förder-, Bau- und Ruheräume sowie einen integrierten Hort. Besonders erfreulich ist die direkte Nachbarschaft zur Sporthalle, die den Schülern zur Verfügung stehen wird.

Herausforderungen und Lösungen

Die Bauarbeiten bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich. Anwohner berichten über Baulärm, Staub und Sorgen bezüglich Verkehrschaos durch die elterlichen Fahrdienste. Um diesen Bedenken entgegenzuwirken, plant die Stadt Maßnahmen wie Warnschilder, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und eine klare Schulwegführung. Die Fertigstellung des Schulhofs verzögert sich leider um ein halbes Jahr, sodass die ersten Kinder in drei Jahren unterrichtet werden können. Bisher haben sich die Kosten für den Schulcampus fast verdoppelt, was die Stadt unter Druck setzt.

Parallel dazu wird das inklusive Schulzentrum „Am Ellernholzteich“ an der Osnabrücker Straße und Verlängerten Scharnhorststraße realisiert. Dieses moderne Zentrum wird Platz für bis zu 312 Schüler in einer 3-zügigen Grundschule und 416 Schüler in einer 2 ½-zügigen Regionalschule bieten. Die Planung, die im November 2022 vorgelegt und im Dezember von der Bürgerschaft bestätigt wurde, berücksichtigt die Bedürfnisse der Inklusion und ermöglicht flexible Lernkonzepte durch moderne Lerncluster.

Nachhaltigkeit und moderne Technik

Das Schulzentrum wird zudem mit Blick auf Nachhaltigkeit konzipiert. Photovoltaikanlagen auf dem Sporthallendach werden teilweise den Strombedarf decken, während der Wärmebedarf über Fernwärme gedeckt wird. Um eine energieeffiziente Nutzung zu gewährleisten, kommt eine raumlufttechnische Anlage zum Einsatz. Die naturnahe Schulhofgestaltung wird barrierefreie Wege und Spielgeräte für Rollstuhlfahrer enthalten, und die Regenwasserbewirtschaftung wird durch offene Mulden in die umliegenden Wasserflächen erfolgen.

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Die Stadt hofft, dass die Finanzierung für die weiteren Bauabschnitte gesichert werden kann, um das gesamte Schulzentrum in einem Zug zu realisieren. Aktuell sind die Gelder nur für den ersten Bauabschnitt gesichert. Die voraussichtliche Fertigstellung des gesamten Schulzentrums wird ebenfalls zum Schuljahresbeginn 2026/27 angestrebt, bei geschätzten Baukosten von etwa 70 Millionen Euro.

Die Entwicklungen in Greifswald zeigen, wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse der Schüler und der Gesellschaft einzugehen. Mit der Modulschule in der Feldstraße und dem inklusiven Schulzentrum „Am Ellernholzteich“ wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen und integrativen Bildung gemacht, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.