Es gibt Momente im Leben eines Künstlers, die einfach magisch sind. Binz, der mit bürgerlichem Namen Le Nguyen Trung Dan heißt, hat diesen Zauber jetzt in seinem Debütalbum „Meet Again“ festgehalten. Ein Album, das nicht nur musikalisch glänzt, sondern auch eine tiefere Seite des Rappers zeigt – eine Abkehr von seinem früheren Bad-Boy-Image. Die zehn Songs sind wie filmische Erinnerungen gestaltet und spiegeln verschiedene Lebensphasen wider, von der unbeschwerten Jugend bis zur reifen Einsicht. Binz thematisiert in seinen Texten persönliche Schwächen und entschuldigt sich fast liebevoll bei Freunden und Familie. Es ist, als würde er uns in sein Innerstes schauen lassen.
Ein weiterer Höhepunkt? Die Reunion mit seinen Weggefährten Binz Da Poet, Xuan Dan und Trung Dan wird als Meilenstein in seiner Karriere gefeiert. Man merkt, dass er sich weiterentwickelt hat. Binz zeigt sich nachdenklicher und sanfter als je zuvor. Seine Zusammenarbeit mit anderen Künstlern wie Ha Le, Phan Manh Quynh, Obito und SUGI zeigt, dass er die Vielfalt der Musik schätzt. Besonders spannend ist die neue Arrangierung des Songs „Em“ mit SOOBIN, der es sogar auf Platz 1 der YouTube-Trends geschafft hat. Ein Hit, der auch die Möglichkeiten von Musik und die Kreativität seiner Schöpfer feiert.
Der Weg zum Erfolg
Seine Reise begann 2008 in der vietnamesischen Underground-Szene. Zunächst wurde er als nicht passend für die modernen Musiktrends angesehen. Doch schon 2010 machte er mit seinem Mixtape „M-da Legend“ auf sich aufmerksam. Der Name „Binz Da Monet“, inspiriert von dem berühmten Maler Claude Monet, war nur der erste Schritt. Mit der Umbenennung in Binz Da Poet und dem Wechsel zum Rap fand er schließlich seine Stimme. Ein Wendepunkt in seiner Karriere war 2017 der Song „They Said“, der ihm breite Bekanntheit einbrachte und das Publikum mit seinem einzigartigen Stil fesselte. Binz hat sich stets darum bemüht, Hip-Hop in Vietnam populär zu machen – und das auf seine ganz eigene Art.
Sein Hit „Bigcityboi“ von 2020 war ein experimentelles Stück ohne Melodie, das kreative Wortspiele beinhaltete und in vielen Ländern auf YouTube trendete. Komischerweise wurde der Song sogar bei der Miss Vietnam 2020 aufgeführt und fand seinen Platz in einem Hollywood-Film! Ein echter Coup für den Künstler. Er hat aber auch Rückschläge erlebt; sein Song „So Far“ erreichte zwar 30 Millionen Aufrufe, wurde aber als Misserfolg angesehen. Dennoch gab er nicht auf und brachte 2020 „OK“ heraus, das mit frischen Ideen und neuen Ansätzen in der Musikproduktion überraschte.
Ein Blick in die Zukunft
Am 25. Mai 2026, dem heutigen Tag, ist die Musikszene in Vietnam lebendiger denn je. Binz ist nicht nur ein Teil davon, sondern ein treibender Faktor. Mit der Veröffentlichung seiner EP „Đan Xinh in Love“ hat er erneut bewiesen, dass er Einfluss auf die vietnamesische Popmusik hat. „Hit Me Up“ erreichte in nur sechs Tagen mehrere Chart-Spitzen und über 500 Millionen Aufrufe auf TikTok – eine Zahl, die schwindelig macht!
Die Musikszene in Vietnam boomt, und Binz ist einer der Künstler, die sie international sichtbar machen. Die komplexe Geschichte der vietnamesischen Musik, geprägt von Krieg und Migration, findet in seinen Texten und Melodien ihren Ausdruck. Soziologen und Musikjournalisten diskutieren die Wechselwirkungen von In- und Auslandsmusik und die aktuellen Entwicklungen in der Szene. Binz ist da mittendrin und bringt frischen Wind – und das ist erst der Anfang. Wer weiß, welche Überraschungen er uns in Zukunft noch bereiten wird!