Heute ist der 20.05.2026 und in Binz brodelt es gewaltig. Die Geschichte um Christian Haub, den Chef von Tengelmann, hat in den letzten Wochen für ordentlich Wirbel gesorgt. Das Thema? Eine Anklage, die es in sich hat. Am 13. April 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Köln Anklage wegen „falscher Versicherung an Eides Statt“. Im Mittelpunkt steht die mysteriöse Todeserklärung seines Bruders, Karl-Erivan Haub, der seit dem 7. April 2018 während einer Skitour am Matterhorn verschwunden ist. Ein erfahrener Skifahrer und Bergsteiger war er, trainierte sogar für ein Skirennen der Schweizer Armee. Doch nach seinem Verschwinden wurde alles komplizierter.

Die Anklage umfasst satte 70 Seiten und wirft Christian Haub vor, im Mai 2021 unzutreffende Angaben zur Situation seines Bruders gemacht zu haben. Er soll im Rahmen des Verschollenheitsverfahrens erklärt haben, dass er keine „belastbaren Hinweise“ auf das Überleben von Karl-Erivan habe. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit! Es gibt Hinweise, dass er selbst Zweifel an dem Tod seines Bruders hatte. So fanden private Ermittler Spuren, die auf einen möglicherweise fingierten Skifunfall hindeuten. Und Fotos, die angeblich Karl-Erivan lebend in Moskau zeigen, sorgen für zusätzliche Verwirrung.

Familienkonflikte und dubiose Geschäfte

Die ganze Sache hat nicht nur rechtliche, sondern auch familiäre Konflikte zur Folge. Der Streit um die Todeserklärung führte zu Spannungen innerhalb der Familie Haub. Eine Einigung zwischen Christian und seiner Schwester Katrin über Erbschaftssteuerzahlungen und Unternehmensanteile wurde zwar erzielt, jedoch bleibt die Frage nach dem Verbleib von Karl-Erivan unbeantwortet. Die Staatsanwaltschaft hat keine Informationen darüber, ob er noch lebt oder nicht. Unglaublich, oder?

In der Anklageschrift wird sogar erwähnt, dass Christian Haub über eine Million Euro für die Ablieferung der besagten Fotos gezahlt haben soll. Journalistin Liv von Boetticher ging noch einen Schritt weiter und stellte 2023 Strafanzeige gegen ihn wegen mutmaßlicher Falschaussage. Christian Haub konterte mit einer eigenen Anzeige wegen „vorsätzlicher Verbreitung falscher Anschuldigungen“ gegen die Journalistin. Es ist ein wahrer Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich die Fronten immer weiter verhärten.

Ein Blick in die Zukunft

Mark Binz, der Anwalt von Christian Haub, äußert an dieser Stelle Bedenken bezüglich der Zulassung der Anklage und kritisiert die einseitigen Ermittlungen. Die Kölner Staatsanwaltschaft sieht vorläufig keine Maßnahmen aufgrund einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Die öffentliche Diskussion um diesen Fall ist in vollem Gange und wird sicherlich noch einige Zeit für Gesprächsstoff sorgen. Die Frage bleibt: Was ist wirklich geschehen? Und wird die Justiz Licht ins Dunkel bringen? Wir dürfen gespannt sein!

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