Am 23. Mai 2023, einem Freitagmorgen, geschah in Putgarten an der Nordspitze von Rügen etwas Unglaubliches. Um 6.30 Uhr kam es zu einer gewaltigen Gasexplosion in einem unbewohnten Ferienhaus. Die Wucht der Explosion war so stark, dass das gesamte Gebäude in Trümmern lag und auch 15 umliegende Häuser sowie mehrere Autos erheblich beschädigt wurden. Man konnte sich richtig vorstellen, wie die Steine durch die Luft flogen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, aber der Gesamtschaden wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt – und das ist nur die erste Schätzung!

Der Besitzer des Ferienhauses war zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort. Er hatte seine Heizung, die zuvor via Fernbedienung eingeschaltet wurde, aus der Ferne gesteuert. Kurz zuvor war noch der Gaszähler ausgetauscht worden, und die Staatsanwaltschaft Stralsund sieht diesen Austausch als mögliche Ursache für die Explosion. Die Ermittlungen laufen, und die Frage, ob die Explosion durch Fahrlässigkeit oder einen technischen Defekt verursacht wurde, beschäftigt nicht nur die Behörden, sondern auch die betroffenen Anwohner.

Rechtsstreit um Schadensersatz

Die Situation eskalierte weiter, als im November 2024 die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen einen 33-jährigen Monteur beantragte. Dieser wurde beschuldigt, die Sprengstoffexplosion herbeigeführt zu haben. Doch der Monteur legte Widerspruch ein, und das strafrechtliche Verfahren wurde im Juli 2025 eingestellt. In der Zwischenzeit plant der Hausbesitzer, zivilrechtliche Schadensersatzforderungen in Höhe von drei Millionen Euro geltend zu machen. Ein Gerichtstermin am Landgericht Stralsund wurde jüngst abgesagt, weil die zuständige Richterin verhindert ist – das sind Neuigkeiten, die man nicht alle Tage hört!

Die beklagte Monteurfirma wehrt sich vehement. Sie bestreitet, dass der Gaszähler nicht ordnungsgemäß installiert wurde und behauptet, es habe keine Dichtigkeitsprüfung gegeben. Um ihre Sichtweise zu untermauern, führen sie ein eigenes Gutachten an, das die Ursache der Explosion in Frage stellt. Und während sich der Rechtsstreit hinzieht, hat die Gebäudeversicherung des Hausbesitzers bereits einen Teil der Schadenssumme reguliert und plant, sich das Geld vom Verursacher zurückzuholen.

Gemeinsam stark in schweren Zeiten

In Putgarten hat man sich schnell organisiert. Für die betroffenen Bewohner wurde ein Treffpunkt an der Kulturscheune eingerichtet. Man konnte nur erahnen, wie viele Emotionen in der Luft lagen – von Schock über Trauer bis hin zu Wut über die unglücklichen Umstände. Die Feuerwehr war mit etwa 70 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung vor Ort, während die Bewohner in den frühen Morgenstunden noch versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Fünf Menschen konnten rechtzeitig fliehen, aber die Gefahr bleibt bestehen, da viele Häuser in Putgarten schilfgedeckt sind und somit besonders brandgefährdet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Eins steht fest: Die Explosion hat nicht nur materielle Schäden hinterlassen, sondern auch die Gemeinschaft auf die Probe gestellt. Während die Ermittlungen weitergehen und der Zeitpunkt für die Verhandlung der 7. Zivilkammer des Landgerichts Stralsund noch offen ist, bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen bald wieder zur Normalität zurückkehren können.